Nürnberg: Aktionstag gegen Brustkrebs - Vorträge, Infostände und Co.
Autor: Redaktion
Nürnberg, Freitag, 06. Sept. 2024
Mitte September 2024 findet der Aktionstag gegen Brustkrebs "Ich bin dabei" in Nürnberg statt, unterstützt vom Comprehensive Cancer Center Erlangen-EMN.
Die Erstdiagnose Brustkrebs betrifft in Deutschland jährlich rund 70.000 Frauen – das bedeutet, dass jede achte Frau im Laufe ihres Lebens erkrankt, so das Universitätsklinikum Erlangen in einer Pressemitteilung. Um die öffentliche Aufmerksamkeit auf das Thema zu lenken und Betroffene, Angehörige und alle Interessierten umfassend über alle Aspekte der Erkrankung zu informieren, findet am Samstag, 14. September 2024, von 10.00 bis 17.00 Uhr der Aktionstag gegen Brustkrebs "ICH BIN DABEI" auf dem Jakobsplatz in Nürnberg statt.
Das Comprehensive Cancer Center Erlangen-EMN (Direktor: Prof. Dr. Matthias W. Beckmann) des Uniklinikums Erlangen ist als Hauptpartner des Events zuständig für das fachliche Programm. Die Bayerische Staatsministerin für Gesundheit, Pflege und Prävention Judith Gerlach sowie die 2. Bürgermeisterin der Stadt Nürnberg Prof. Dr. Julia Lehner richten als Schirmherrinnen des Aktionstags Grußworte an alle Besucherinnen und Besucher.
Verschiedene Informationsstände und Mitmach-Angebote, u. a. des Bayerischen Zentrums für Krebsforschung, des Klinikums Fürth, des Klinikums Hof, des Klinikums Nürnberg sowie des Uniklinikums Erlangen, des Deutschen Zentrums für Immuntherapie, der Roche Pharma AG und der Novartis AG, laden alle Interessierten ein, sich in entspannter Atmosphäre darüber zu informieren, wie Brustkrebs erkannt und behandelt wird, welche Präventions- und Früherkennungsmaßnahmen es gibt oder wie Patientinnen und ihre Angehörigen im Alltag unterstützt werden.
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"Brustkrebs ist die häufigste Krebserkrankung bei Frauen. Ich habe die Schirmherrschaft für den Aktionstag gegen Brustkrebs daher gerne übernommen: Auch 'ICH BIN DABEI', wenn es darum geht, die Bedeutung von Vorsorge und Früherkennung zu betonen und Behandlungs- und Unterstützungsmöglichkeiten für Patientinnen aufzuzeigen. Und ich will allen betroffenen Frauen Mut machen", sagt Judith Gerlach. Durch das abwechslungsreiche Bühnenprogramm, bestehend aus fachlichen Vorträgen und Podiumsgesprächen, führt die Fernsehmoderatorin Bärbel Schäfer.
Bislang konnten nur Frauen zwischen 50 und 69 Jahren kostenfrei an einem regelmäßigen Mammografie-Screening bzw. am Röntgen der Brust teilnehmen. Seit dem 1. Juli 2024 ist die Untersuchung bis zum Alter von 75 Jahren vorgesehen. "Zusätzlich zum regelmäßigen Arztbesuch empfehle ich allen Frauen, einmal im Monat sorgfältig die eigene Brust abzutasten, um Veränderungen frühzeitig zu erkennen. Frauen aus Hochrisikofamilien sollten sich zur Beratung an spezialisierte, zertifizierte Brustzentren wenden", betont Prof. Dr. Matthias W. Beckmann, Direktor des CCC Erlangen-EMN und der Frauenklinik des Uniklinikums Erlangen.
Eine groß angelegte Studie in dem vom Gemeinsamen Bundesausschuss geförderten Projekt "WiZen" konnte zeigen, dass die Behandlung in zertifizierten Onkologischen Zentren die Überlebenschancen von Krebspatientinnen und -patienten deutlich erhöht. Die Heilungschancen für Krebserkrankungen konnten in den letzten Jahren durch den Fortschritt in der Medizin deutlich verbessert werden.
Einen großen Beitrag dazu leistet die personalisierte Medizin. Prof. Dr. Florian Haller, Sprecher des Zentrums Personalisierte Medizin am Uniklinikum Erlangen, erklärt: "Nicht jede Krebszelle ist gleich. Auf kleinster molekularer Ebene gibt es bei den Betroffenen deutliche Unterschiede. Durch eine Genanalyse wissen wir heutzutage viel mehr über die spezifischen Merkmale der Krebszellen und können auf Behandlungsoptionen zurückgreifen, die auf den spezifischen Fall zugeschnitten sind."