Fränkische Heimat von oben: Kranker Jonathan (8) erlebt unvergesslichen Tag
Autor: Isabel Schaffner
Ippesheim, Donnerstag, 05. November 2026
Die fränkische Heimat von oben sehen: Das hat ein Nürnberger Wünschewagen-Team Jonathan und seiner Familie ermöglicht. Ein Tag voller Aufregung und Freude.
Der achtjährige Jonathan aus Ippesheim im Landkreis Neustadt Aisch-Bad Windsheim leidet unter einer kombinierten Entwicklungsstörung und einer bilateralen Zerebralparese. Letztere äußert sich unter anderem durch Bewegungsstörungen. Während der Alltag für ihn, seine Eltern und seinen Bruder von Herausforderungen geprägt ist, stand der 2. August 2026 im Zeichen von Unbeschwertheit und Glück.
Zu verdanken ist der Ausflug in einem Motorflieger über die fränkische Region einer Frau, die den Gutschein an das ASB-Wünschewagenteam gespendet hatte. Ihr Mann hatte ihn zu seinem 70. Geburtstag bekommen, verstarb jedoch, bevor er ihn einlösen konnte, berichtet Silke Tannhäuser vom Wünschewagen-Team am Mittwoch (4. November 2026) inFranken.de.
Beeindruckendes Erlebnis: ASB-Wünschewagen ermöglicht Jonathan aus Ippesheim Rundflug über Heimat
So machten sich zwei Nürnberger Wunscherfüllerinnen am Morgen des 2. August, einem Sonntag, auf zu Jonathans Zuhause, wie aus einem Anfang November veröffentlichten Bericht hervorgeht. Die Hinfahrt im Wünschewagen "war zunächst etwas unruhig, aber wer kann das nicht nachvollziehen? Fremde Menschen, fremdes Auto, das Gefühl, dass irgendetwas in der Luft liegt", so die Verfasser. Der Vater folgte im Privatwagen zum Flugplatz Neustadt an der Aisch. Zunächst musste die Familie auf die Landung ihres Flugzeugs warten.
Video:
"So beobachteten alle gemeinsam andere Flieger beim Starten und Landen und konnten auch den einen oder anderen wagemutigen Fallschirmspringer sehen", ist im Bericht zu lesen. Mit Pilot Wolfram, Vater und dem Bruder als Co-Pilot ging es für Jonathan dann endlich in die Lüfte. Wolfram plante für den einstündigen Flug sogar eine besondere Route, "um das Wohnhaus und andere bekannte Orte der Region von oben zu sehen".
Auch die Spenderin und ihre Angehörigen kamen zum Flugplatz und freuten sich für die Familie. Laut Tannhäuser kann Jonathan seine Gefühle durch seine Mimik gut ausdrücken. So habe er viel gelacht. "Im Anschluss gab es noch Pizza, bevor mit müden, aber sehr zufriedenen Beifahrern die Heimreise im ASB-Wünschewagen angetreten wurde. Während sein Bruder ein Nickerchen machte, erfreute sich Jonathan an den Motorrädern, die auf der Strecke an ihnen vorbeirauschten", so das ASB-Team abschließend.
Eine emotionale Reise erlebte kürzlich auch eine Seniorin. Sie wollte sich von ihrem verstorbenen Sohn verabschieden.