Kreis Miltenberg: Kutsche mit Ponys verunglückt - Polizei mit neuen Details
Autor: Stefan Lutter
Leidersbach, Mittwoch, 29. April 2026
Nach einem Kutschunfall bei Leidersbach im Spessart wurden zwei Frauen und ihre Ponys leicht verletzt. Die geflohenen Tiere wurden erst am nächsten Tag von freiwilligen Helfern gefunden.
Am vergangenen Sonntag (26. April 2026) sind zwei Frauen mit ihrem Pony-Kutsch-Gespann im Waldgebiet rund um die "Hohe Warte" in Unterfranken gestürzt. Drei Tage später, am Mittwoch, 29. April 2026, veröffentlicht die Polizei Unterfranken einen Nachtrag zu ihrem ursprünglichen Bericht.
Darin geht es im Wesentlichen darum, wie die zwei Tiere gefunden wurden. Diese seien nach dem Sturz nahe Leidersbach (Landkreis Miltenberg) davongerannt und erst tags darauf entdeckt worden. Das Geschehen hat Ermittlungen der Polizei Obernburg nach sich gezogen.
Auf Waldweg im Spessart: Ponys scheuen - Frau stürzt von Kutschbock
Zunächst geht die Polizei Unterfranken in ihrer aktuellen Meldung auf den Vorfall selbst ein, der sich am Sonntag gegen 13.30 Uhr zugetragen hatte. Zunächst habe die Polizei von einem Verkehrsunfallgeschehen ausgehen müssen, zu dem auch zwei Mountainbiker beigetragen haben sollen. "Im Zuge der weiteren Ermittlungen, insbesondere nach eingehenden Befragungen der Beteiligten und einer Ortsbegehung im Wald, konnten die Beamten ein weitaus klareres Bild von dem Geschehen gewinnen", heißt es im Bericht weiter.
Dem Sachstand nach waren die beiden 29-jährigen Frauen mit einer Kutsche unterwegs, die von zwei Shetlandponys gezogen wurde. Dabei befanden sich die Kutschfahrerinnen auf einer Strecke abseits des eigentlichen Waldwegenetzes, die zudem an dem Tag mit Beschilderung eines Radsportvereins als Trailstrecke ausgewiesen war.
An einer Gabelung hielt das Gespann an und eine der Frauen stieg ab. Zwei unbekannte Mountainbiker fuhren an der Kutsche vorbei und weiter entlang des Trails. Nachdem die Radfahrer das stehende Gefährt bereits passiert hatten, scheuten die Ponys. In der Folge wurde die zweite Frau von dem Kutschbock geworfen und hat sich leichte Verletzungen zugezogen. Die bereits zuvor abgestiegene Fahrerin hat sich beim Versuch, die nun samt Kutsche davonlaufenden Tiere aufzuhalten, ebenfalls leicht verletzt.
Beteiligung von Mountainbikern fraglich - Freiwillige Helfer finden geflüchtete Tiere
Ob die Mountainbiker das hinter ihnen liegende Geschehen wahrgenommen haben, ist den bisherigen Ermittlungen nach fraglich. Den bisherigen Erkenntnissen nach waren die Radfahrer keine Teilnehmer der an dem Tag stattfindenden Radsportveranstaltung.
Die beiden 29-Jährigen haben nach einer ersten Suche nach den Pferden auch die Polizei verständigt. "Freiwillige Unterstützer der Suchaktion haben die Tiere einen Tag später mit der beschädigten Kutsche aufgefunden", unterstreicht die Polizei. Die Ponys seien also laut dem Nachtrag zum Pressebericht nicht von behördlichen Einsatzkräften entdeckt worden, "wie es in der Meldung zunächst den Eindruck erweckt haben könnte", erklärt die unterfränkische Polizei wörtlich. Beide Ponys waren den Angaben zufolge ebenfalls leicht verletzt und wurden von einem Tierarzt behandelt.