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Café Müller in Burgsinn: Bäckerei schließt nach 139 Jahren – Strapazen zu groß


Autor: Milena Graf

Burgsinn, Sonntag, 25. Oktober 2026

Seit 1887 gibt es die Traditionsbäckerei in Unterfranken. Nun muss sie schließen. Die Inhaberin schildert gegenüber inFranken.de das Dauerproblem, das letztlich zum Aus geführt hat.
Mit der Schließung der Bäckerei und Konditorei (Symbolbild) endet eine lange Tradition.


Das traditionsreiche Café Müller in Burgsinn im unterfränkischen Landkreis Main-Spessart schließt zum 1. Januar 2027. Das bestätigte die Inhaberin, Bäckermeisterin und Konditormeisterin Elke Zyfuß im Gespräch mit inFranken.de. Die Bäckerei und Konditorei Müller existiert laut Angaben im Netz bereits seit 1887. Nun findet die Geschichte des Traditionsbetriebs nach fast 140 Jahren jäh ein Ende. 

Freude herrscht dagegen bei der Bäckerei-Konditorei Streicher aus Großhabersdorf: Die Traditionsfirma aus dem mittelfränkischen Landkreis Fürth ist zu Bayerns bester Bäckerei gekürt worden.

Café Müller in Burgsinn: Bäckerei-Konditorei macht dicht – Personalmangel verhindert Weiterbetrieb

Die wesentliche Ursache für die Schließung des Cafés Müller in Burgsinn: zu wenig Mitarbeiter. "Der Hauptgrund ist Personalmangel in Produktion und Verkauf", erläutert die 63-jährige Inhaberin. Elke Zyfuß führt das Geschäft bereits seit 33 Jahren, wie sie weiter erzählt. Auch ihr Geschäftspartner und Lebensgefährte, Michael Schlöder (58), ist bereits seit 32 Jahren mit im Betrieb. 

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Um das Geschäft weiterzuführen, bräuchte Zyfuß mindestens vier Leute, so die Bäckermeisterin. Man habe nach den notwendigen Kräften Ausschau gehalten, aber niemanden gefunden. So wie zuletzt kann es für Zyfuß gleichwohl nicht weitergehen: "Es ist schwer, es ist schlimm," klagt sie. "Wir können so nicht weiter existieren."

Auch das Kuchen-Café "Zuckerscheune" in Eichfeld schließt um den Jahreswechsel herum seine Tore für immer.

"Gibt kein Zurück mehr": Café-Chefin muss Betrieb aufgeben – so reagieren die Gäste

Die Tage des Café Müller in Burgsinn sind gezählt. Mit der aktuellen Aufstellung – drei Aushilfen und zwei Leute in der Produktion – lasse sich das Geschäft partout nicht weiterführen. "Wir sind 16, 18 Stunden jeden Tag unterwegs", konstatiert Elke Zyfuß. Dies gehe fortan einfach nicht mehr. "Es gibt kein Zurück mehr", betont die Inhaberin.

Und somit endet der Geschäftsbetrieb Anfang Januar. Die Reaktion der Kunden auf die Schließungsbekanntgabe sei gemischt, sagt Zyfuß. "Es tut vielen sehr weh und sehr leid, aber die Leute haben Verständnis", hält die Chefin der fränkischen Bäckerei und Konditorei fest.