Burgsinn: 50 Schafe stürmten Discounter - Mitarbeiter schildern Drama
Autor: Agentur dpa, Redaktion
Burgsinn, Freitag, 09. Januar 2026
Ein Penny-Markt im Kreis Main-Spessart wurde am Montag (5. Januar 2026) von einer Schafsherde aufgesucht. Der Filialleiter schilderte nun die wilden Momente zwischen den Regalen.
Das sieht man nicht alle Tage: Ein Supermarkt in der unterfränkischen Gemeinde Burgsinn hatte am Montag (5. Januar 2026) tierischen Besuch.
Rund 50 Schafe sind schnurstracks in eine Filiale des Discounters Penny marschiert und haben sich etwa 20 Minuten lang zwischen Regalen im Kassenbereich aufgehalten, wie ein Unternehmenssprecher am Dienstag mitteilte.
Update vom 09.01.2026: Penny-Chef schilderte wilden Schaf-Moment
Der Besuch von rund 50 Schafen in einem Penny-Markt im unterfränkischen Burgsinn könnte sich als Glücksfall für die Marke erweisen. In sozialen Medien hat der Discounter mit Schaf-Content bereits Zehntausende Likes eingesammelt. Auf Instagram ziert inzwischen ein Schaf das Logo des Auftritts, flankiert von "Määäh"-Wortspielen.
In der Augsburger Allgemeinen berichtet der Leiter der betroffenen Filiale, Jürgen Kippes, vom tierischen Besuch. "So etwas habe ich auch noch nicht erlebt", erzählt er der Zeitung. "Ich habe gedacht, wir sind bei 'Versteckte Kamera'".
50 Schafe stürmen Penny-Markt - so fanden sie wieder heraus
Der Schaden jedenfalls sei minimal gewesen, zwar hätten die Tiere im vorderen Bereich des Ladens "eine ordentliche Sauerei" angerichtet, seien aber dort geblieben. "Wären sie rechts zum Obst und Gemüse gelaufen – um Gottes willen – da hättest du sie gar nicht mehr rausgekriegt", zitiert die Zeitung Kippes.
Auch so sei es aber nicht leicht gewesen, die Schafe nach draußen zu bekommen: "Wir haben versucht, sie rauszuschieben, aber das ging nicht." Erst als eine Mitarbeiterin laut auf die Kasse geklatscht habe, hätten sich die Tiere erschreckt und seien durch die Schiebetür zurück auf den Parkplatz gesprungen.
Dann hätten alle Mitarbeiterinnen einen Besen in die Hand bekommen und Kippes habe mit der Reinigungsmaschine den strengen "Stallgeruch" entfernt, heißt es in der Zeitung. Geschlossen wurde der Laden nicht. An Dreikönig habe dann noch eine externe Firma eine professionelle Grundreinigung durchgeführt. Den Schaden habe der Schäfer begleichen wollen, der Supermarkt stellte allerdings keine Forderung. Der positive Werbeeffekt könnte ohnehin deutlich größer sein.