"Etwas vergessen": Autofahrer wendet unter Drogen auf A3 bei Marktheidenfeld - andere Autofahrer bilden Sperre
Autor: Redaktion
Marktheidenfeld, Sonntag, 11. Juni 2023
Ein 35-jähriger Mann wendete am Samstag auf der A3 bei Marktheidenfeld und fuhr in die entgegengesetzte Fahrtrichtung. Anderen Autofahrern gelang es schließlich, die gefährliche Fahrt zu beenden.
So kurios wie gefährlich: Ein 35-Jähriger hat nach eigenen Angaben am Samstagmorgen etwas auf einem Autobahnparkplatz bei Marktheidenfeld vergessen. In der Folge entschloss er sich auf der A3 zu wenden und als Geisterfahrer zurückzufahren. Verkehrsteilnehmer konnten den Mann stoppen. Ihn erwartet nun ein Ermittlungsverfahren.
Der 35-Jährige war am Samstag (10.6.23), gegen 07.30 Uhr, mit seinem weißen Peugeot mit niederländischer Zulassung auf der A3 in Richtung Nürnberg unterwegs. Als ihm kurz darauf offenbar aufgefallen ist, dass er auf dem Parkplatz Kohlsberg etwas vergessen hatte, wendete er sein Fahrzeug und wollte in entgegengesetzter Richtung wieder zum Parkplatz zurückfahren. Nach derzeitigem Stand musste mindestens ein Verkehrsteilnehmer in der Folge abbremsen und dem Pkw des Mannes ausweichen.
Andere Verkehrsteilnehmer stoppen Geisterfahrt
Die unverantwortliche Fahrt des Mannes konnte durch mehrere unbeteiligte Verkehrsteilnehmer, die selbstständig eine Sperre auf der A3 gebildet haben, gestoppt werden. Eine kurze Zeit später eintreffende Streife konnte den 35-Jährigen letztendlich aus dem Verkehr ziehen.
Video:
Bereits zu Beginn der weiteren Kontrolle wurden bei dem Mann drogentypische Ausfallerscheinungen festgestellt. Diese hatten eine Blutentnahme zur Folge. Zudem leistete der 35-Jährige im Laufe der Kontrolle Widerstand gegen die eingesetzten Beamten. Er wurde daraufhin in Gewahrsam genommen.
Den Mann, der eine Sicherheitsleistung zahlen musste, erwartet nun ein umfangreiches Ermittlungsverfahren wegen einer Gefährdung des Straßenverkehrs und Widerstands gegen Vollstreckungsbeamte.
Die Verkehrspolizeiinspektion Aschaffenburg-Hösbach bittet Verkehrsteilnehmer, die durch die Fahrt des Mannes gefährdet worden sind und weitere Zeugen, sich bei der Dienststelle unter Tel. 06021/857-2530 zu melden.