Der Bund der Selbstständigen um Vorsitzenden Herbert Geier hat alles richtig gemacht und von Vorträgen bis zu Vorführungen den Besuchern ein ansprechendes und abwechslungsreiches Programm geboten. 43 heimische Firmen stellten bei der Messe ein vielfältiges Spektrum rund um das Thema "Gesundheit" vor. Die Resonanz zeigte, dass das Thema immer wichtiger wird.
Bürgermeister Jürgen Kohmann eröffnete als Schirmherr die Veranstaltung. Er sprach davon, dass sich Bad Staffelstein zu einem Gesundheitszentrum entwickelt habe. 65 Firmen hätten sich in Bad Staffelstein angesiedelt und in den Dienst der Gesundheit gestellt, sagte der Bürgermeister. Die Besucher der Messe könnten sich heute ein Bild davon machen, was die Region zu bieten hat.
Georg Vonbrunn, der als Vertreter des Landkreises anwesend war, brachte die Bedeutung der Messe auf den Punkt: "Ohne Gesundheit ist es nix", sagte er.
Der Geschäftsführer des Bundes
der Selbstständigen Oberfranken, Wolfgang Fuhrmann, betonte, wie wichtig mittlerweile der Gesundheitssektor geworden ist.

Mit dem Wissen aus der Region

In den Industriestaaten wird mittlerweile soviel Geld wie nie zuvor für Gesundheit und Wellness ausgegeben. Das Konzept der Organisatoren der Messe hat sich offenbar bewährt, sagte Fuhrmann. Die bodenständigen Unternehmen bauen mit viel Liebe zum Detail ihre Messestände auf und es packt der Chef gleichermaßen mit an wie der Lehrling. In Bad Staffelstein habe man mit dem Gesundheitsboom die Zeichen der Zeit erkannt, sagte der Geschäftsführer.
Thomas Hertel, Mitglied im Bund der Selbstständigen und Organisator der Messe, sieht in der Veranstaltung eine Plattform, in der sich Firmen aus der Region präsentieren können. Allerdings muss die Gesundheitsmesse in Sachen Kosten bezahlbar und im Rahmen bleiben, sagte er.
Die Shiatsu-Regionalgruppe Oberfranken zeigte auf der Bühne die japanische Fingerdruckmassage. Dabei wird der Mensch ganzheitlich betrachtet. Die Anwendung löst Blockaden und harmonisiert Körper, Geist und Seele. Christel Scholz, ehrenamtliche BRK-Sanitäterin, empfand die Massage als sehr entspannend. Es sei ein sehr angenehmes, befreiendes Gefühl. Als sei jeder Druck von ihr genommen, sagte die Sanitäterin.
Rainer Pauser aus Grundfeld brachte den Besuchern das Thema "Yoga" näher. In seiner Einführung sagte er, dass bei vielen Menschen die Fehlatmung stark ausgeprägt sei. Als Gründe dafür nannte er unter anderem Stress, Lärm und Ängste. Die Menschen könnten nicht mehr tief durchatmen, es entstehe eine kleine Atmung im Körper. In seinen "Figuren" zeigte Pauser auf, wie sich Yoga auf die Fehlatmung positiv auswirkt.
Richard Goppert, Tai Chi/Qi Gong-Lehrer, forderte die Anwesenden auf, mit ihm zusammen ein paar Übungen zu machen. Bei Qi Gong werde sehr stark die Atmung sowie das Gleichgewicht trainiert. Bei dieser Sportart gilt es, den Meridianfluss anzuregen und zu erweitern. Trotz langsam ausgeführter Übungen und ruhigen Herzschlags ist Tai Chi anstrengend und brachte die Teilnehmer ins Schwitzen. Man müsse nicht 20 Kilometer joggen, um ins Schwitzen zu kommen, sagte Goppert.
Messe-Besucherin Maria Dötzer aus Forchheim ist extra wegen der Gesundheitsmesse nach Bad Staffelstein gekommen. Sie wurde durch einen Flyer in der Obermain-Therme auf die Gesundheitsmesse aufmerksam. Die Ergotherapeutin bezeichnete die Gegend rund um Bad Staffelstein als "schönes Fleckerl" und ist von der Obermain-Therme sehr angetan. Sie schätzt außerdem das tolle Klima. Die Forchheimerin machte beim Yoga ebenso aktiv mit, wie bei den Übungen zu Qi Gong. Sie erzählte, dass sie Yoga schon öfters gemacht habe. Allerdings gefallen ihr die Übungen zu Tai Chi besser, da die Bewegungen tänzerischer und graziöser seien. Sie kann sich gut vorstellen, Tai Chi in ihrer Freizeit zu machen, und möchte sich nun informieren, wer in ihrer Gegend diese Sportart lehrt. Thomas Hümmer