Brauerei im Kreis Lichtenfels mit ungewöhnlicher Ukraine-Hilfsaktion
Autor: Manuel Dietz
Bad Staffelstein, Donnerstag, 12. Februar 2026
Mit einer unkonventionellen Aktion will eine Brauerei aus Oberfranken Menschen in der Ukraine helfen. "Wir müssen jetzt zusammenhalten", betont der Geschäftsführer.
Die Brauerei Metzgerbräu im Bad Staffelsteiner Gemeindeteil Uetzing (Kreis Lichtenfels) hat eine besondere Hilfsaktion für Menschen in der Ukraine ins Leben gerufen. "Während wir anstoßen, frieren Familien nur 1000 Kilometer von hier - ohne Licht, ohne Heizung, bei eisiger Kälte", halten die Verantwortlichen in einem am Dienstag (3. Februar 2026) veröffentlichten Social-Media-Beitrag fest. Erst vor wenigen Tagen hatte Russland seine Angriffe auf die Energieinfrastruktur der Ukraine fortgesetzt und damit für flächendeckende Strom- und Heizungsausfälle gesorgt.
Nach Angaben des ukrainischen Energieministers Denys Schmyhal seien hunderttausende Menschen, darunter auch Kinder, gezielt ohne Heizung in strengster winterlicher Kälte zurückgelassen worden. Angesichts der derzeit extremen Kälte in der Ukraine mit teils zweistelligen Minusgraden bezeichnete Schmyhal die russischen Angriffe auf Telegram als einen "Versuch eines winterlichen Völkermords". Um den Betroffenen in der Ukraine trotz der Entfernung von rund 1500 Kilometern zu helfen, hat sich Metzgerbräu-Chef Manfred Reichert nun etwas überlegt.
Uetzinger Metzgerbräu startet außergewöhnliche Hilfsaktion für Ukraine - "müssen jetzt zusammenhalten"
"Ich und meine Familie möchten, dass dieser schreckliche Krieg aufhört und wir müssen jetzt zusammenhalten", erklärt Reichert in einem Video in den sozialen Medien. "Jeder möchte ja irgendwie helfen, aber keiner weiß wie", hält der oberfränkische Bierbrauer fest. Deshalb habe er sich jetzt dazu entschieden, auf eigene Faust zu handeln und seine Idee in die Tat umzusetzen. Demnach möchte er fortan für jedes verkaufte 5-Liter-Fass Bier ein Kilo Schweinebacken direkt an Betroffene in der Ukraine liefern.
Im Netz ist die Resonanz auf die ungewöhnliche Hilfsaktion riesig. Allein auf Facebook hatte das Video am 5. Februar über 47.000 Aufrufe. Und auch bei den Kunden scheint die Aktion gut anzukommen.
Wie Reichert berichtet, seien am 2. Februar bereits die ersten 200 Kilogramm Schweinebacken abgeholt und im Zuge eines privaten Transports auf den Weg in die betroffenen Gebiete gebracht worden. Geht es nach dem Brauerei-Chef, sollen in den kommenden Wochen noch weitere 500 Kilo folgen.
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