"Tiere können wie Kinder sein"
Autor: Stefanie Gleixner
Lichtenfels, Freitag, 15. März 2019
Sandra Schunk leitet das Tierheim in Lichtenfels. Sie übernimmt Verantwortung für Tiere, die ihr nicht gehören und versorgt sie dennoch so, als wären es ihre eigenen.
Für viele Tierbesitzer sind die eigenen Vierbeiner gleichzusetzen mit Kindern. "Als Erwachsener ist man sowohl für sein Kind, als auch für sein Tier verantwortlich. Beide können sich nicht alleine versorgen", bestätigt Sandra Schunk. Sie leitet das Tierheim in Lichtenfels und weiß, wie groß die Verantwortung gegenüber einem Tier ist.
"Man sollte ein Tierleben lang Verantwortung für es übernehmen und es umsorgen", sagt Sandra Schunk. Wenn man das nicht schultern kann, dann werden die Tiere oft bei ihr abgegeben.
Sechs Katzenbabys auf einmal
Bei Katzen ist das oftmals der Fall bei Schwangerschaften. "Die Besitzer lassen ihre Katzen nicht kastrieren, können die Babys dann nicht versorgen und bringen sie dann zu uns." Bis zu sechs Jungtiere können bei einen Wurf zur Welt kommen. Da kann es im Tierheim voll werden im Sommer. "Bis zu 60 Katzen haben wir dann hier", erzählt Sandra Schunk.
Dabei könnte man das Problem mit einfachen Mitteln umgehen: "Eine Kastration ist eine einmalige Sache, wenn die sowohl bei männlichen und weiblichen Katzen gemacht wird, dann tauchen keine Babys auf, die keiner haben möchte."
An jeden, der Babys bei ihr abgibt, appelliert sie, dass er seine Katzen bitte kastrieren lassen soll, damit sowas zumindest nicht noch einmal passiert.
Drei bis vier Wochen im Heim
Lange bleiben die abgegebenen Tiere aber meist nicht im Tierheim. Rund drei bis vier Wochen seien die meisten hier, danach gehe es in ein neues Zuhause, sagt Sandra Schunk aus Erfahrung. Seit zwölf Jahren arbeitet sie im Tierschutz.
"Wir freuen uns über jedes Tier, das wir wieder vermitteln können, denn die Tiere sollen ein Zuhause bekommen", sagt Sandra Schunk.