Zwei überm Strich, zwei drunter
Autor: Gerd Fahner
Ebensfeld, Freitag, 13. Dezember 2019
Die vier Bezirksligisten aus der Region Obermain belegten zeitweise die letzten Plätze. Der TSV Marktzeuln und der TSV Ebensfeld kletterten bis zur Winterpause auf sichere Ränge, Arnstein und Ebing bilden die Schlusslichter.
Der SC Sylvia Ebersdorf wurde vor Saisonbeginn der Bezirksliga Oberfranken West als Titelanwärter Nr. 1 von der Konkurrenz genannt. Diese Erwartungen haben die Fußballer von Trainer Dieter Kurth erfüllt. Die Ebersdorfer gehen als Tabellenführer in die Restrückrunde, haben zwar nur zwei Punkte Vorsprung vor dem Aufsteiger TSV Burgebrach, dürfen aber noch zwei Spiele mehr bestreiten. Eine Serie von acht Siegen und zuletzt ein 2:2 gegen Mitwitz brachte Ebersdorf den Platz an der Sonne.
Am Tabellenende fristen dagegen vor allem die Clubs aus der Region Obermain ihr Dasein. Zeitweise nahm das Quartett TSV Ebensfeld, SpVgg Ebing, TSV Marktzeuln und SC Jura Arnstein die letzten vier Plätze ein.
Die Rote Laterne trägt zur Winterpause Aufsteiger Arnstein mit nur acht Zählern. Für die Jura-Boys wird es schwierig, in den verbleibenden zwölf Partien noch elf Punkte zum Relegationsplatz aufzuholen.
Einen Platz davor mit sechs Zählern mehr liegt die SpVgg Ebing, allerdings mit sechs Punkten Rückstand auf einen Nichtabstiegsrang. Hier ist der Trainerwechsel schnell verpufft.
Auf sichere Ränge kletterten der TSV Marktzeuln und der TSV Ebensfeld, der mit Interimstrainer Andreas Gebhard aus den letzten fünf Partien 13 Punkte holte. Für alle vier Teams wird es noch ein langer Weg im Kampf um den Liga-Verbleib.
Wir sprachen mit den Verantwortlichen der vier Klubs.
TSV Ebensfeld (10./22) Der erste Saisonsieg stellte sich erst nach fünf Runden ein. Es sollte der einzige in der Vorrunde bleiben. Worin lagen die Gründe, dass es auch danach nicht lief und bis zum 16. Spieltag nur noch sechs Punkteteilungen heraussprangen? Thomas Häublein (Abteilungsleiter): Nach einer guten Vorbereitung sind wir zuversichtlich in die Saison gestartet und hatten uns zum Ziel gesetzt, am Anfang möglichst viele Punkte zu sammeln, um nicht wie im Vorjahr wieder bis zum Schluss um den Klassenerhalt bangen zu müssen. Der Punktgewinn zum Saisonauftakt gegen den hoch gehandelten TSV Mönchröden machte Hoffnung. Allerdings verletzte sich in diesem Spiel gleich Innenverteidiger Florian Storath schwer. Neben zahlreichen weiteren verletzungsbedingten Ausfällen schwächten wir uns noch zusätzlich durch zwei Platzverweise und so fanden wir uns schnell auf einem Abstiegsplatz wieder. Auch nachdem der Kader bis auf zwei Langzeitverletzte wieder komplett war, schafften wir es jedoch nicht mehr das Ruder herumzureißen. Obwohl wir teilweise ebenbürtig waren, standen wir am Ende vor allem auch wegen der mangelnden Chancenverwertung mit leeren Händen da. Nach der Niederlage gegen den TSV Sonnefeld haben wir uns dann für die letzte Option Trainerwechsel entschlossen. Worauf führen Sie die Leistungsexplosion von 13 Punkten zurück, als Andreas Gebhard für die letzten fünf Spiele das Kommando übernahm?