Über 700 auf dem Pfad der Flechtkultur
Autor: Mario Deller
Lichtenfels, Sonntag, 17. Juni 2018
David Gärtlein aus Mainroth gewinnt überlegen den Halbmarathon beim achten Flechtkulturlauf.
Die einen traten an mit ehrgeizigen Zielen, spekulierten vielleicht sogar auf einen der vorderen Ränge, für andere war der Weg das Ziel und natürlich auch das Ankommen. Alle rund 700 Teilnehmer des zum achten Mal ausgetragenen Flechtkulturlaufs verband aber eines: die Freude, am Ende etwas geschafft zu haben.
Jürgen Steinmetz freut sich
"Nach dem Lauf ist vor dem Lauf", lautet das Motto des die Laufveranstaltung ausrichtenden ASC Burgberg. Bauarbeiten am Michelauer Damm machten eine Änderung der Laufstrecke nötig. So mussten die Teilnehmer des Zehn-Kilometer-Laufes und des Halbmarathons heuer 500 Meter mehr laufen. Doch die Vorbereitungen für die achte Auflage der mittlerweile weithin bekannten Sportveranstaltung liefen reibungslos. "Schön, dass wieder so viele mitmachen", verlieh Hauptorganisator Jürgen Steinmetz mit strahlender Miene seiner Freude Ausdruck angesichts der großen Läuferschar, die sich vor dem Startschuss am Samstagnachmittag am Rathaus tummelte. Wenig später begaben sich die Sportler auf die unterschiedlichen die Flechtkultur und heimische Natur verbindenden Strecken.
Gärtlein siegt mit großem Vorsprung
Bereits mit seinem Sieg beim Steinachtallauf am 12. Mai bewies er seine derzeit prächtige Form - und auch diesmal zeigte der für Team Brose/GWZ-Bayreuth startenden Mainrother David Gärtlein der Konkurrenz, wo der Barthel den Most holt. Rund viereinhalb Minuten Vorsprung hatte Gärtlein auf der von insgesamt 70 Teilnehmern bewältigten Halbmarathondistanz am Ende zwischen sich (1:20:14 Stunden) und den Zweitplatzierten Christoph Schmitt (SV Bayreuth, 1:24:49) gelegt.Etwas enger gestaltete sich der Ausgang in der Damenkonkurrenz. Hier setzte sich ein Trio deutlich vom Rest des Feldes ab. Letztlich behaupten konnte sich Gabi Bastian von der DJK Vorra. Sehr gute Dritte wurde mit Ulrike Knoth (1:44:28,1 Stunden) eine Athletin aus der Korbstadt.
Mittelstrecke am beliebtesten
Besonders viele Teilnehmer gingen wieder über die Mitteldistanz (10,5 km) an den Start. 233 Männer und Frauen überquerten die Ziellinie, darunter auch Laufurgestein Berthold Wolf. Der mittlerweile 75-Jährige gibt seinen Knochen nach wie vor keine Chance, einzurosten. An der Spitze des Rennens gestaltete sich dessen Ausgang spannend bis fast zum Schluss. Der Schwürbitzer Alexander Finsel machte sich lange Zeit berechtigte Hoffnungen auf den Sieg, musste in 38:45 Minuten aber dem am Ende um 22 Sekunden schnelleren Sonnefelder Brahne Teklemichael den Vortritt lassen.
Zwei Staffelsteinerinnnen vorn
Dass auch die Nachbarkommune aus der Adam-Riese-Stadt etliche hervorragende Läufer beheimatet, dürfte hinlänglich bekannt sein. So verwunderte es nicht, dass in der Frauenkonkurrenz über die 10,5 Kilometer mit Sophia Franz (44:20 Minuten) und Sandra Nossek (46:27) zwei Athletinnen des TSV Staffelstein Rang 1 und 2 belegten, respektable Dritte wurde Denise Hiemann.Beim 5,2-Kilometer-Lauf nahmen auch etliche Kinder und Jugendliche teil. Sportlich aufhorchen ließ von den Nachwuchsathleten der Region vor allem Lena Rehe (Jahrgang 2005) vom ausrichtenden ASC Burgberg, die mit einer Zeit von 27:09 Minuten in der Gesamtwertung den hervorragenden vierten Rang belegte.
Von den brasilianischen Klängen der beim Flechtkulturlauf schon legendären Samba-Gruppe "Paixao" ins Ziel begleitet wurden neben den Läufern auch insgesamt 187 ebenso frohgelaunte Nordic-Walker bei ihrer Zielankunft nach 5,2 beziehungsweise zehn Kilometern.