Mit dem FC Coburg kommt nicht nur der Nachbarrivale, sondern auch ein direkter Konkurrent nach Lichtenfels.
Nach dem Derby ist vor dem Derby. So oder so ähnlich dürfte das Motto des FC Lichtenfels (11.) derzeit in der Fußball-Landesliga Nordwest lauten. Auf das Auswärtsspiel beim Nachbarn FC Eintracht Bamberg (16.) folgt am heutigen Samstag (15 Uhr) nämlich das mit Spannung erwartete Heimspiel gegen den Lokalrivalen FC Coburg (13.).
Schwache Vorstellung in Bamberg
Die Generalprobe für das Duell mit dem FC Coburg wäre dabei am vergangenen Wochenende im Bamberger Fuchs-Park-Stadion beinahe in die Hose gegangen. Beim von finanziellen Schwierigkeiten geplagten FC Eintracht lieferte die Mannschaft des Trainer-Duos Alexander Grau/Christian Goller eine richtig schwache Vorstellung ab und lag bis in die Schlussphase mit 0:2 in Rückstand. Erst zwei Tore durch Lukas Dietz (89.) und Stefan Fischer (93.) brachten den Lichtenfelser noch zumindest einen Punkt beim Abstiegskandidaten ein.
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"Das war für uns aufgrund des Spielverlaufs ein gewonnener Punkt", meinte deshalb auch FCL-Trainer Christian Goller nach dem Spiel, war mit seiner Mannschaft aber nicht ansatzweise zufrieden: "Mit unserem Auftreten können wir nicht einverstanden sein und das überwiegt am Ende eben auch."
17 Punkte kein Ruhekissen
Trotzdem hält sich der FC Lichtenfels in der Tabelle als Liganeuling auf Platz 11 sehr achtbar. Die 17 bisher erzielten Punkte sind aber kein Ruhekissen. Die Relegationsplätze sind dnur drei Zähler entfernt. "Wir sind im Soll, haben allerdings auch schon einige Punkte in mancher Nachspielzeit unnötig noch abgegeben", zieht Goller zwei Spieltage vor Ende der Hinrunde ein gemischtes Fazit.
Heute gegen den FC Coburg geht es allerdings um mehr als nur drei Punkte. Es geht ums Prestige und um die Vormachtstellung im Fußballkreis.
Nur gute 20 Kilometer liegen die Sportgelände der beiden Vereine auseinander. Außerdem geht es auch sportlich um viel. Coburg steht mit drei Punkten weniger nur zwei Ränge hinter Lichtenfels und zählt somit zu den direkten Konkurrenten im Abstiegskampf. Ein heiß umkämpftes Duell ist also programmiert.
Goller: "Das einzig wahre Derby"
"Es ist das einzig wahre Derby in der Saison und es geht sportlich für beide Klubs um sehr viel. Das bringt natürlich zusätzlich Brisanz ins Spiel", glaubt Goller, der immerhin wieder auf die zuletzt privat verhinderten Manuel Aumüller und Lukasz Jankowiak setzen kann.
Dafür hat Lichtenfels in Pascal Graf (Sprunggelenksverletzung) einen neuen, weiteren Ausfall zu beklagen. Doch auch der Gast aus Coburg muss auf einen ganz wichtigen Spieler verzichten.
Ausgerechnet im Derby ist Dreh- und Angelpunkt Daniel Sam nach einer Roten Karte gesperrt und so dürfte die kleine Serie der zuletzt zweimal ungeschlagenen Vestestädter (1:0 in Höchberg und 0:0 gegen Unterpleichfeld) in der Korbstadt ins Stocken geraten.
FC Lichtenfels: Rossbach, Hetzel; F. Goller, Henkel, Schardt, Mex, L. Dietz, Hempfling, Aumüller, Hönninger, Scholz, Jankowiak, Oppel, Wige, S. Fischer, N. Lulei
Man nehme:
Coburgs Spieler
die Lichtenfelser Trainer, die aus den guten Spielern auch das rausholen, was sie können
den Lichtenfelser Rasen, der nicht so ein Acker ist wie der Coburger
die über 400 Zuschauer - und nicht die langweilige Kulisse bei den Coburger Heimspielen.
Und die Zuschauer würden kommen wenn es sich lohnen würde.
Und da ist man wieder bei den sportlichen Verantwortlichen. Es gelingt ihnen nicht hochtalentierte Fussballer (Schiebel, Mosert usw) richtig einzusetzen und zur Normalform zu bringen. Stattdessen geht es rückwärts und wird immer schlechter.
Anspruch und Wirklichkeit gehen immer weiter auseinander.
Ergebnis: Unteres Mittelfeld in einer Landesliga, die eigentlich dieses Namens gar nicht würdig ist. Und das macht das Ganze nochmal trauriger.
Die Region bringt fussballtechisch einfach nichts auf die Reihe.
Ein katastrophales Ergebnis angesichts der exzellenten Jugendarbeit.
Normal darf sich Lichtenfels nicht viel ausrechnen.
Coburg hat die besseren Spieler - viel besser.
Coburg darf auf einem guten Platz spielen - nicht der Acker wie in Coburg.
Einziger Vorteil für Lichtenfels.
Hier arbeitet der um Welten bessere Trainer. Ob das aber für einen Sieg reicht?