Als Gruppensieger ziehen sowohl die Letten mit Janis Strelnieks und Italien mit Nicolo Melli, beide vom deutschen Meister Brose Baskets Bamberg, ins Halbfinale ein, das am Freitag stattfindet.


Strelnieks überragend

In Belgrad bezwang Lettland, angeführt von einem überragenden Bamberger Spielmacher Janis Strelnieks (11 Punkte, 5 Rebounds, 5 Assists, 2 Ballgewinne), Tschechien mit 71:59 und geht damit im Halbfinale wohl Gastgeber Serbien aus dem Weg. Die Letten spielten nach der Pause (31:30) kontrolliert, hielten ihre Ballverluste (11 in der ersten Hälfte, insgesamt 14) in Grenzen und zogen Mitte des letzten Abschnitts vorentscheidend davon. Die tschechischen Stars Tomas Satoransky (5 Punkte, 8 Assists) und der foulbelastet nur 16 Minuten spielende Jan Vesely (10 Punkte) blieben eher blass.


Lettlands Revanche

Lettland um Topscorer Dairis Bertans (18) nutzte seine Freiwürfe (22 von 26) im Gegensatz zu Tschechien (11 von 23) und nahm nach der klaren 70:97-EM-Niederlage im Vorjahr im Spiel um Platz 7 erfolgreich Revanche. Die Letten dürften am Freitag im Halbfinale auf Puerto Rico treffen.


Italien schlägt Kroatien

In einem hart umkämpften Adria-Duell bezwang Italien in Turin Kroatien mit 67:60. Die von Marco Belinelli (19 Punkte) angeführten Azzurri stellten im mit 21:12 gewonnenen dritten Viertel die Weichen auf Sieg. Der Kroate Bojan Bogdanovic (26 Punkte) konnte die Niederlage nicht verhindern. Bambergs Nicolo Melli stand fast 19 Minuten auf dem Feld und erzielte 7 Punkte.


Aus für den Iran mit Trainer Dirk Bauermann

Die Italiener treffen am Freitag im Halbfinale auf den Verlierer der Partie Griechenland - Mexiko. Der Iran mit Trainer Dirk Bauermann ist nach der 70:75-Niederlage gegen Mexiko ohne Sieg bereits ausgeschieden.
Am Samstag geht es in den Endspielen bei den Turnieren in Belgrad, Turin und Manila, wo aus Europa Frankreich und die Türkei am Start sind, um die letzten drei freien Startplätze bei den Olympischen Spielen in Rio de Janeiro (5. bis 21. August).   us