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Lichtenfelser verschlafen die Anfangsphase und verlieren


Autor: Redaktion

Lichtenfels, Sonntag, 05. November 2017

Mit leeren Händen kehrten am Sonntag die Fußballer des FC Lichtenfels von ihrem Landesliga-Gastspiel beim ASV Veitsbronn-Siegelsdorf zurück.
Der Lichtenfelser Kapitän Daniel Schardt (links) kommt im Laufduell vor dem ASVler Julian Henke an den Ball.  Foto: fussballn.de


Die Mannschaft des FCL-Trainergespanns Alexander Grau /Christian Goller zog vor 60 Zuschauern mit 1:2 (0:2) den Kürzeren und wartet somit auch im zehnten Auswärtsspiel der Saison auf den ersten Sieg auf fremdem Platz. Lichtenfels steht somit nur noch zwei Zähler vor dem ASV, der den ersten Relegationsabstiegsplatz belegt.
Bei widrigen Bedingungen auf dem Veitsbronner Hamesbuck verschliefen die Gäste die Anfangsphase. Hausleithner nach einem Eckball (18.) und Gräß per Abstauber nach einem Freistoß (22.) sorgten für die 2:0-Führung der Hausherren, die den nur 60 Zuschauern eher Magerkost kredenzten. Aber Lichtenfels spielte selbst zu ideenlos und kam trotz klarer Feldvorteile nur durch ein Eigentor von Hausleithner zu einem Erfolg (54.).


Schwache erste Hälfte des FCL

Passend zum nasskalten Herbstwetter im Fürther Landkreis war die Stimmungslage beim FC Lichtenfels. Hatte man bisher bei den Gastspielen in Mittelfranken eher eine gute erste Halbzeit gespielt, so schien man diesmal mit der früheren November-Anstoßzeit noch auf Kriegsfuß zu stehen.
Ereignislose 18 Minuten waren verstrichen, da trat Veitsbronns Mauder einen Eckball flach, Hütter ließ geschickt passieren und Hausleithner vollstreckte gegen schläfrige Gäste - 1:0. Zwei Minuten später hatte Jankowiak den Ausgleich auf dem Fuß, scheiterte aber an der Fußabwehr des besten Veitsbronners, Torwart Goßler. Stattdessen patzte dessen Gegenüber: Ein Freistoß von Hütter ließ Schulz prallen, Gräß bedankte sich mit dem Abstauber zum 2:0 (22.).


Gäste fordern Strafstoß

Damit waren die Offensivszenen der Hausherren in diesem Spiel praktisch abgehandelt, aber auch von Lichtenfels kam nicht viel. Jankowiak scheiterte mit seinem Schuss an Goßler (29.), und als Oppel im Strafraum zu Fall kam, protestierten die Gäste vehement, aber vom Schiedsrichtergespann unerhört, auf Elfmeter (30.).
Nach der Pause übernahmen die Lichtenfelser endgültig das Kommando über das Spielgeschehen, während Veitsbronn nur noch auf Ergebnissicherung bedacht war. Goßler parierte einen strammen Jankowiak-Schuss aufmerksam (50.), aber vier Minuten später war auch der exzellente ASV-Schlussmann geschlagen. Nach einer Graf-Ecke war es Hausleithner, der zum Anschluss ins eigene Tor köpfte.
Inklusive Nachspielzeit blieben Lichtenfels somit 40 Minuten, um bei einem biederen Gegner noch einen Punkt zu entführen. Doch aus dem Spiel heraus ergaben sich kaum Torchancen, beide Seiten überboten sich - bei zugegeben schwierigen Bedingungen - in ihren Fehlern und ließen den jeweiligen Anhang nicht nur frieren, sondern auch ein Stück weit verzweifeln.
Einzig bei Standards wussten die Gäste für Gefahr zu sorgen, aber wenn es brenzlig wurde, war bei Goßler Endstation. Bemerkenswert war die Parade des Veitsbronner Keepers bei Jankowiaks platzierten Distanzschuss (79.). Nachdem Goßler auch den letzten Freistoß in der Nachspielzeit heruntergepflückt hatte, war die Partie gelaufen - die Veitsbronner durften jubeln, die Lichtenfelser sich ärgern. Dies ersparten sich all diejenigen, die nicht zu den 60 Zuschauern gehörten. mgu
ASV Veitsbronn-Siegelsdorf: Goßler - Meyer, Hausleithner, Kallert, Gräß, Hütter, Seidel, Bolz, Stutz (65. P. Schilmeier), Mauder (89. S. Pappalardo), Henke (63. T. Schilmeier) / FC Lichtenfels: Schulz - Graf, Schardt, S. Dietz (46. Goller), Lulei, Mahr, Zollnhofer, Hönninger, Oppel, Jankowiak, Kremer (77. L. Dietz) / SR: M. Ziegler (Lindach) / Zuschauer: 60 / Tore: 1:0 Hausleithner (18.), 2:0 Gräß (22.), 2:1 Hausleithner (54., Eigentor)