Landkreis-Teams im Abstiegskampf
Autor: Gerd Fahner
LKR Lichtenfels, Freitag, 21. Dezember 2018
Die Rückrunde der Bezirksliga hat bereits vor der Winterpause begonnen, eine Bilanz lässt sich trotzdem noch ziehen.
Vor Saisonbeginn waren sich die Fußball-Fachleute darüber einig: Heißer Favorit auf die Meisterschaft in der Fußball-Bezirksliga Oberfranken West und den damit sofortigen Wiederaufstieg ist der VfL Frohnlach. Als stärksten Widersacher machten die Experten den TSV Mönchröden aus.
Die Frohnlacher wurden ihrer Favoritenrolle bis zur Winterpause gerecht, aber nicht der TSV Mönchröden saß dem VfL im Nacken. Es war der TSV Schammelsdorf, der auf Augenhöhe mitspielte. Bis zum 20. Spieltag gab es nicht wenige Wechsel auf Platz 1 zwischen diesen beiden Teams. Erst in Runde 21 setzten sich die Frohnlacher etwas ab, gehen nun mit einem Vier-Punkte-Vorsprung vor den Schammelsdorfern, die sechs Zähler vor dem Dritten Sylvia Ebersdorf rangieren, in die Pause.
Abstiegskampf pur
;Die bisherigen Begegnungen in der Bezirksliga Ofr./West waren für den TSV Ebensfeld, die SpVgg Ebing, den FSV Unterleiterbach und den TSV Marktzeuln aus verschiedenen Gründen gekennzeichnet vom Kampf um den Klassenerhalt. Am besten bewältigte diese Aufgabe bislang der TSV Ebensfeld; er geht auf Platz 7 in die Restrückrunde. Nahe an den Abstiegsrängen ist die SpVgg Ebing (Rang 12) und dahinter der Aufsteiger FSV Unterleiterbach (13.) auf dem Relegationsrang. Auf einem Abstiegsplatz steht der TSV Marktzeuln (14.). Das erklärte Ziel dieser vier Vereine ist der Klassenverbleib.
Mit einem neuen Trainer ging der TSV Ebensfeld in die Saison. Oliver Kellner hat die Aufgabe, den TSV im gesicherten Mittelfeld zu platzieren. Es wurde ein zäher Start mit dem ersten Dreier erst am vierten Spieltag. Danach ging es munter weiter mit Höhen und Tiefen. Im Vergleich zur vergangenen Saison aber legte der TSV die Heimschwäche ab. Dies nicht zuletzt dank der 15 Treffer von Lukas Faulstich, er erzielte fast die Hälfte der insgesamt 31 Tore.
Vier Trainer für die Hinrunde
Einstelliger Tabellenplatz, dieses Ziel ist für die SpVgg Ebing durchaus realistisch. Mit Reimund Helmreich, vormals langjähriger Libero und Leistungsträger der Ebinger, startete die SpVgg allerdings mit drei Niederlagen am Stück. Diesen folgten drei Siege, und die Welt schien wieder in Ordnung. Als aber die letzten vier Partien der Hinrunde verloren gingen, zogen die Verantwortlichen die Konsequenzen. Helmreich musste nach nur 15 Spielen gehen. Kurzfristig übernahmen Johannes Landgraf und Christoph Fuchs, unter ihnen wurde die Negativserie beendet. Mit Thomas Mutors fanden die Ebinger einen neuen Trainer, der seinen Einstand mit einem Sieg feierte und aus den vergangenen beiden Spielen noch einen Zähler holte.
Positive Serie erwünscht
;Für den FSV Unterleiterbach steht als Saisonziel ein gesicherter Mittelfeldplatz auf dem Zettel. Ein Wunsch, der sich für das Team von Spielertrainer Tobias Eichhorn - bislang - noch nicht erfüllt hat. Bisher hat es der FSV nicht geschafft, über einige Wochen eine konstante Serie abzurufen. Die Ergebnisse waren zu wechselhaft. Ein Höhepunkt war jedoch der 4:1-Sieg beim haushohen Favoriten VfL Frohnlach.
Mit dem Aufstiegstrainer Michael Backert ging der TSV Marktzeuln in das Abenteuer Bezirksliga. Die Zeulner holten bis zum 13. Spieltag 21 Punkte. Doch danach war der Wurm drin. Sieben Niederlagen setzte es bei 4:27 Treffern. Kurz vor der Winterpause - es stand nur noch die Nachholbegegnung gegen den TSV Mönchröden an - trennte sich der Verein von seinem Trainer. Gegen den haushohen Favoriten aus Mönchröden erreichte der TSV ein 1:1. Damit ging Marktzeuln mit einem kleinen Erfolgserlebnis in die Winterpause.