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Landesliga: Lichtenfels geht gegen Selbitz die Puste aus


Autor: Redaktion

Lichtenfels, Sonntag, 27. August 2017

Das Pokalspiel unter der Woche hat dem FCL viel Kraft gekostet - so setzte es in Selbitz eine Niederlage.
Manuel Aumüller (r.) und der FC Lichtenfels mussten kurz vor der Pause das 0:1 hinnehmen. Foto: Chris Seidel


In der Fußball-Landesliga Nordost hatte der FC Lichtenfels die SpVgg Selbitz lange Zeit im Griff, war vor dem gegnerischen Gehäuse aber oftmals im Pech. Die Frankenwälder bissen sich in die Partie und besiegten die Grau-Elf am Ende verdient mit 2:0.


Landesliga Nordost

SpVgg Selbitz -
FC Lichtenfels 2:0

Mit einem 2:0-Arbeitssieg gegen Lichtenfels schafft die SpVgg Selbitz den Sprung ins Tabellenmittelfeld. Allerdings sah es anfangs gar nicht danach aus, denn die Schödel-Elf tat sich lange Zeit schwer und hatte in der ersten Hälfte oftmals das Glück auf ihrer Seite. Das Spiel zweier grundsolider Mannschaften begann verhalten. Beide Teams tasteten sich ab und scheuten in der Anfangsphase das letzte Risiko. Die erste To rannäherung gehörte den Gastgebern, doch Damrots Torschuss ging weit drüber. Auf der Gegenseite zeigte Kremers Knaller ebenfalls keine Wirkung.


FCL mit Druck, aber ohne Tore

Nach etwa einer halben Stunde merkten die Gäste, die unter der Woche den Bayernligisten DJK Gebenbach mit 3:0 aus dem Pokal warfen, dass vielleicht doch etwas gehen könnte. Die Korbstädter spielten in dieser Phase gut und zielstrebig in die Spitze. Über Lulei und Pfadenhauer kam der Ball zu Jankowiak, dessen Schuss Edelmann aber in höchster Not blocken konnte. In dieser Aktion hatte die SpVgg Selbitz mächtig Dusel. Genauso wie kurze Zeit später, als Lang und Schuberth jeweils vielversprechende Chancen von Pfadenhauer und Oppel auf der Torlinie für ihren geschlagenen Torhüter Schall klären konnten. Selbitz kam überhaupt nicht in die Partie. Und wenn sich mal die Chance zum Tempogegenstoß ergab, fehlte dem Gastgeber oft das Tempo in den Angriffsbemühungen.

Aus dem buchstäblichen Nichts und zu diesem Zeitpunkt der Partie auch völlig unverdient kam Selbitz kurz vor dem Pausenpfiff zur Führung: Nach einem Fehlpass im Lichtenfelser Spielaufbau schaltete Schmidt blitzschnell um und bediente mit einem vertikalen Pass den durchgestarteten Gezer, der Tormann Schulz noch umkurvte und einnetzte (42.).

Der Treffer zeigte Wirkung, denn mit der Führung im Rücken hatte die Heimelf plötzlich Oberwasser. "Durch das kräftezehrende Pokalspiel unter der Woche war meine Mannschaft geschwächt. Wenn du in Führung gehst, und die Möglichkeiten dazu hatten wir, geht halt vieles leichter von der Hand. Wenn du aber einem Rückstand hinterherläufst, ist es in Selbitz ganz schwer", konstatierte Gästetrainer Alexander Grau nach der Partie.

Die Führung beflügelte die Heimelf. Einen Hager-Kopfball kratzte Lulei gerade noch von der Linie. Bei der darauf folgenden Ecke, die Selbitz kurz ausführte, narrte Schmidt mit einer Finte gleich drei Gegenspieler - bei seinem Abschluss musste Schulz im Gästetor sein ganzes Können aufbieten. Lichtenfels fand im zweiten Durchgang keine Bindung mehr und fand offensiv eigentlich überhaupt nicht mehr statt.

Nach einem Pass in die Tiefe des an diesem Tag bärenstarken Schmidts setzte Pohl Abwehrmann Aumüller so unter Druck, dass dieser an seinem herauseilenden Keeper vorbei ins verwaiste Tor köpfte. Zehn Minuten vor dem Ende war das die Entscheidung in der Partie. Selbitz fuhr am Ende aufgrund der Leistungssteigerung im zweiten Durchgang einen verdienten Heimsieg ein.

"Meine Mannschaft hat sich in die Partie gebissen. Die Halbzeitführung war glücklich, gab uns aber die nötige Sicherheit. Kompliment an beide Teams, die einen starken Fight ablieferten", zog der Selbitzer Trainer Henrik Schödel nach dem Spiel ein positives Fazit. red
SpVgg: Schall - Findeiß, Edelmann, Lang, Schuberth; Damrot (69. Horn), Schmidt, Wich (78. Strootmann), Pohl (90. Czaban) - FCL: Schulz - Dietz, Aumüller, Schardt, Gutgesell (59. Zollnhofer), Mahr, Kremer, Lulei, Oppel, Pfadenhauer (76. Hatzold), Jankowiak. - Schiedrichter: Peter Frank (Uttenreuth). - Zuschauer: 263. - Tore: 1:0 Gezer (42.), 2:0 Aumüller (80./ET)