Am Freitagnachmittag (20. Mai 2022) haben Zeugen verdächtige Statusmeldungen eines 26-jährigen Mannes aus dem Kreis Lichtenfels in einem bekannten Messenger-Dienst festgestellt. Darin kündigte der junge Mann schwerwiegende Taten gegenüber mehrerer namentlich erwähnter Personen an. Die Zeugen verständigten die Polizei

Umgehend nahmen die Polizeibeamten aus Lichtenfels die Ermittlungen auf. Aufgrund der Gefährdungslage wurde die Coburger Kriminalpolizei eingebunden. Die Kriminalbeamten legten in Abstimmung mit der Staatsanwaltschaft Coburg die weiteren Maßnahmen fest, die unter anderem das Hinzuziehen von Spezialeinsatzkräften und der Verhandlungsgruppe umfassten.  

26-Jähriger droht über Messenger-Dienst schwerwiegende Taten an: Polizei findet Waffen bei dem Mann

Am Samstagmorgen (21. Mai 2022) nahmen speziell geschulte Beamten der Verhandlungsgruppe Gespräche zu dem 26-Jährigen auf. Kurz vor 6 Uhr konnten die Polizisten den Mann widerstandslos in Gewahrsam nehmen.

Die Polizeikräfte fanden bei der anschließenden Durchsuchung des Einfamilienhauses mehrere berechtigt besessene Waffen, die sie sicherstellten. Der junge Mann muss sich nun wegen des Verdachts der Bedrohung strafrechtlich verantworten.

Zwei ähnlich gelagerte Fälle hatte die Münchner Polizei in den vergangenen Tagen gemeldet. So hatte am Donnerstag ein 14-Jähriger einer 33 Jahre alten Frau Gewalt angedroht, die Polizei fahndete mit einem größeren Aufgebot nach dem Buben. Er wurde wieder entlassen; laut Polizei gab es keine Anhaltspunkte, dass die Frau tatsächlich in Gefahr war. Doch auch in diesem Fall ermittelt die Kripo weiter. Ebenfalls am Donnerstag wurde ein 61 Jahre alter Mann in eine psychiatrische Klinik eingewiesen, der mit Gewalt auf einer Mieterversammlung drohte. 

mit dpa

 

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