Rodachufer am Hutweidsee gleicht einer Müllkippe
Autor: Redaktion
Redwitz, Montag, 02. April 2018
Wer an Ostern an der Rodach im Bereich des Hutweidsees unterwegs war, fand keine Eier, dafür jedoch jede Menge Müll.
Wer über Ostern hinaus in die Natur wollte, konnte dies vor allem am Karfreitag und Ostermontag
bei herrlichem Wetter genießen. So auch bei Redwitz an der Rodach im Landkreis Lichtenfels.
Herrlicher Blick
Hier gibt es einen Lehrpfad mit "Lernvergnügen für Jung und Alt". Durch Renaturierung entstand eine urige Flusslandschaft an der Rodach. Vom Rodachsteg aus, der eine Stützweite von 43 Metern und eine Höhe von 15 Metern hat, hat man einen herrlichen Blick und kann seltene Vögel beobachten.
Die Rodach mündet kurz unterhalb des Stegs in den Hutweidsee. Hier leben und brüten verschiedene Vogelarten. Eigentlich eine wunderschöne Landschaft und ein Rückzugsgebiet für die Tiere.
Professionelle Hilfe gefragt
Doch im Uferbereich wurde offenbar durch die vergangenen Hochwasser eine unvorstellbare Menge an Abfall angespült. Es sieht an manchen Stellen mehr nach einer Müllhalde als nach einem Seeufer aus. Plastikbehälter, Fußbälle, Spraydosen, Glasflaschen, Schuhe und sonstiger Hausmüll liegt in der Gegend herum, einfach alles, was oberhalb des Hutweidsees in die Rodach und deren Zuflüsse gelangt war.
In diesem Zustand kann man dieses herrliche Fleckchen Erde nur als "Schandfleck" bezeichnen. Eine Beseitigung dieser Situation dürfte wohl mit einer freiwilligen Säuberungsaktion durch Naturfreunde nicht zu schaffen sein. Hier ist vermutlich professionelle Hilfe angesagt, um die Umweltschädigung in Grenzen zu halten. Zuständig dürfte das Wasserwirtschaftsamt Kronach sein.