Druckartikel: Resi Halbhuber ist ein Weismainer Urgestein

Resi Halbhuber ist ein Weismainer Urgestein


Autor: Redaktion

Weismain, Donnerstag, 01. Sept. 2016

Resi Halbhuber ist das, was man heute noch als Original bezeichnet. Ihre Kneipe am oberen Tor war Kult.
Der Sängerkranz drückt seine Wertschätzung aus und gratuliert sein Ehrenmitglied Resi Halbhuber (vorne) zum 80. Geburtstag.  Foto: Erich Lutter


Über die Stadtgrenzen hinaus waren ihre knusprigen Brathähnchen bekannt. Der Stammtisch "Die Frühschöppler" hatten hier über Jahrzehnte sein Zuhause, außerdem die Schnauz-, Bierkopf- und Schafkopfkarter im urigen Bierstüberl.
Besonders am Sonntag zum Frühschoppen war "die Hütte voll", denn da hatte die Wirtin Resi Halbhuber alle Hände voll zu tun. Allerdings kamen gesundheitliche Probleme hinzu, die Übernahme durch einen Nachfolger scheiterte, so musste sie die Traditionsgaststätte vor fünf Jahren für immer schließen. Ein Stück Weismainer Geschichte brach weg und es fiel ihr schwer, nicht mehr hinter dem Tresen zu stehen, war es doch ihr Lebensinhalt.


Freude und Zuversicht

Nun konnte die beliebte frühere Gastwirtin ihren 80. Geburtstag im ASB-Seniorenzentrum feiern. 1#googleAds#100x100 Trotz ihres hohen Alters ist sie geistig sehr fit und strahlt noch Freude und Zuversicht aus. Kinder und Enkel gratulierten zu ihrem Ehrentag, ebenso eine Reihe von Vereinen: neben der Heimleitung, Pfarrer Gerhard Möckel, Drittem Bürgermeister Michael Dreiseitel die Weismainer Blasmusik durch Hans Müller, der Gartenbauverein mit Helga Selent und Brigitte Kunstmann. Wertschätzung drückte der Sängerkranz mit einem Ständchen aus. Seit 1954 hatte Resi Halbhuber mit ihrer Sopranstimme den Chor verstärkt und wurde vor zwölf Jahren für 50 Jahre aktives Singen geehrt sowie im Jahr 2008 zum Ehrenmitglied ernannt. "Dankbar sind wir für deine Unterstützung, denn du hast dich auch für die Belange des Kinderchores eingesetzt", stellte der Zweite Vorsitzende Ferdinand Humbert heraus.


50 Jahre im Dietz-Bräu-Stüberl

Mit 43 Jahren heiratete Resi Halbhuber, geborene Dietz, den Witwer Walter Halbhuber, der im Jahr 2001 verstarb. Ihr Bruder Josef Dietz war Inhaber der Brauerei Dietz, die 1896 gegründet wurde und 1981 ihren Braubetrieb einstellte. E war ihre Lebensaufgabe, über 50 Jahre lang das Dietz-Bräu-Stüberl als Wirtin zu betreuen.
Im altehrwürdigen Fachwerkhaus, in der die Gaststätte untergebracht war, ist noch die Inschrift 1696 über der Tordurchfahrt sichtbar.
Das Wirtschaftsschild vom Dietz-Bräu-Stüberl hängt immer noch an einem eisernen Ausleger an der Wand. Viele Weismainer hoffen, dass in naher Zukunft der neue Besitzer des Anwesens dort wieder eine Gastronomie ansiedelt.
Erich Lutter