Reicht der Parkraum am Burgkunstadter Marktplatz aus?
Autor: Dieter Radziej
Burgkunstadt, Mittwoch, 09. Januar 2019
Das Burgkunstadter Gremium gab die Ausschreibung eines Parkraum- und Hochbaukonzeptes in Auftrag.
Wie sich die Parkplatzsituation im Umfeld des Marktplatzes und der Unteren Stadt verbessern lässt und ob dies überhaupt erforderlich ist, darüber soll ein Parkraum- und Hochbaukonzept Aufschluss geben. Und die Aufsplittung des Bebauungsplanes "Lerchenbühl - Bauabschnitt III" ermöglicht es, dass auch der Wohnungsbau in der Schuhstadt weiter vorankommen kann. Diese Themen behandelte der Burgkunstadter Stadtrat bei seiner ersten Sitzung im neuen Jahr.
Bürgermeisterin Christine Frieß (CSU) ging auf den Bebauungsplan "Lerchenbühl - Bauabschnitt III" ein, dessen wesentliches Planungsziel die Schaffung von Möglichkeiten für die Wohnbebauung ist. Bei der öffentlichen Auslegung und Anhörung der Träger öffentlicher Belange stellte sich heraus, dass vor allem noch für den westlichen Geltungsbereich des Bebauungsplanes aktuelle schalltechnische Untersuchungen zu erarbeiten sind.
Daher kam der Vorschlag von der Verwaltung, das Planungsgebiet in zwei Teile aufzuspalten: einerseits in den Bereich "Lerchenbühl - BA III - Ost", dessen Satzungsbeschluss dann möglich wäre, und andererseits könnten die Ergebnisse der schalltechnischen Untersuchungen für das Gebiet "Lerchenbühl - BA III - West" in den geänderten Entwurf des Bebauungsplanes eingearbeitet werden. Dann wäre der Billigungsbeschluss nochmals im Rahmen der Behördenbeteiligung auszulegen.
Bäume sollen nicht verschwinden
Stadtrat Thomas Müller (Bürgerverein) erachtete die Anregungen, die vom Landkreis Lichtfels zum Schallschutz gekommen waren, ebenfalls als wichtig. Und es sollte nach seiner Auffassung auch an den Klima- und Artenschutz und eine vorhandene Heckenlandschaft gedacht werden, und Bäume sollten nicht vollends verschwinden.
Auch Dritter Bürgermeister Manfred Müller (CSU) vertrat die Auffassung, dass in dem Neubaugebiet noch ein Plätzchen für eine Heckenlandschaft gefunden werden könnte. Dementsprechend und nach einer geringfügigen Verschiebung der Grundstücksgrenzen erfolgte dann auch die Entscheidung des Stadtrates, der den Bebauungsplan "Lerchenbühl - Ost" als Satzung beschloss. Die Ergebnisse der schalltechnischen Untersuchungen werden in den Bereich des Bebauungsplanes "Lerchenbühl - West" integriert.
Der Marktplatz der Stadt Burgkunstadt wird intensiv auch als Parkplatz genutzt, wobei das Parkraumangebot einerseits als nicht ausreichend und andererseits als "übernutzt" empfunden wird. Insbesondere in den Gassen der Oberen und Unteren Stadt stehen nur wenige öffentliche Parkplätze zur Verfügung, und nach wie vor ist das stadteigene Objekt "Am Bauershof 2" ungenutzt, wie die Verwaltung erläuterte. Aufgrund dessen, sagte Bürgermeisterin Frieß, habe es in den vergangenen Wochen Besprechungen der Stadtverwaltung mit der Regierung von Oberfranken und Franz Ullrich vom Planungsbüro plan&werk, Bamberg, gegeben.
Parkraum- und Hochbaukonzept
Vorgeschlagen wurde dabei eine kombinierte Planung, bestehend aus einem Parkraum- und Hochbaukonzept. Schwerpunkte wären dabei die Analyse der Bestandssituation, eine Bedarfsermittlung unter Einbeziehung des Regens-Wagner-Standortes und die Entwicklung von Vorschlägen, auch hinsichtlich von Parkraumlösungen und eines Hochbaukonzeptes. Das "Parken und Wohnen" sowie Raum für mögliche Dienstleistungsunternehmen, die im stadteigenen Gebäude untergebracht werden könnten, sollten dabei ebenfalls wesentliche Planungsziele sein.