Pfarrei Ebensfeld finanziert Fahrzeug für Krankenstation in den Karpaten
Autor: Mario Deller
Ebensfeld, Montag, 23. April 2018
Die Rumänienhilfe der Pfarrei Ebensfeld übt einmal mehr grenzüberschreitende Solidarität.
Feierlich segnete Pfarrer Rudi Scharf das durch Spenden der Pfarrei finanzierte Fahrzeug für eine Krankenstation in den Karpaten.
Die Sonne strengte sich mächtig an an diesem Sonntagvormittag. Und diese tolle Feierstunde auf dem Kirchenvorplatz im Anschluss an den Gottesdienst hatte ein solches Traumwetter fürwahr verdient. Und so verwunderte es nicht, dass man nur strahlende Gesichter sah, als Pfarrer Rudi Scharf dem ahrzeug die kirchliche Segnung spendete.
Seit November gesammelt
Seit vielen Jahren unterstützen Pfarrer Rudolf Scharf und seine Mitstreiter Hilfsprojekte in Rumänien, beispielsweise Waisenhäuser in Agigea und Temeschwar. Nun wurde für die Krankenstation in Satu Nou in den Karpaten, die dringend ein Fahrzeug benötigt, um dort alte und krankte Menschen zu befördern und sie zu versorgen. Deshalb startete man in der Pfarrei im November 2017 wieder eine Hilfsaktion, um einen fahrbaren Untersatz zu finanzieren.
16 000 Euro kamen zusammen
"Die Resonanz war wieder herausragend - ein ganz großes ,Vergelt's Gott‘ allen, die dazu beigetragen haben, dieses Fahrzeug hier anzuschaffen", konnte Pfarrer Scharf seine Emotionen nicht verbergen. Insgesamt erbrachte die Aktion einen Spendenerlös von 16 000 Euro. Durch die Großherzigkeit und dem Entgegenkommen eines Autohauses konnte nun ein Neufahrzeug erworben werden, das den Bedürfnissen der Krankenstation in Satu Nou gerecht wird. Der geräumige Fünftürer verfügt über fünf Sitzplätze. Weil das Fahrzeug rollstuhlgerecht konzipiert ist, können auch Gehbehinderte ins Krankenhaus oder zum Arzt gebracht werden. Das Geschenk an die Krankenstation enthält außerdem einen Satz Winterreifen, ergänzte der gut gelaunte Geistliche. "Noch heute wird es nach Rumänien gefahren. Zurück geht's dann mit einem Fahrzeug des Malteser-Hilfsdienstes", ließ Scharf weiter wissen.
Und natürlich wird auch der Kofferraum nicht leer sein: Die Fahrt wird genutzt, um wichtige Medikamente zur dortigen Krankenstation zu bringen, konnten man anlässlich der Einweihung erfahren. Da wird es, so viel gilt schon jetzt als sicher, ein großes Hallo geben in dem 900-Einwohner-Dorf in den Karpaten, die Freude bei den in der genannten Krankenstation tätigen Schwestern übergroß sein.
Die sommerlichen Temperaturen, ein wunderschöner Anlass zum Feiern - klar, dass es da nach der Fahrzeugsegnung nicht gleich nach Hause ging. Bei einem kleinen Umtrunk stießen Bürger und Pfarrer gemeinsam auf die gelungene karitative Aktion an. Die Kinder tanzten um das Fahrzeug herum und erfuhren ganz nebenbei, was Menschsein tatsächlich ausmacht.