Die heimische Band "Pearly Gates" verspricht ein himmlisches Vergnügen für "Thin-Lizzy-Fans". Am 6. Oktober tritt die Formation im "TECnet Zentrum" in Burkersdorf auf.
Es gibt eine irdische Himmelstür, bei der heimi sche "Thin Lizzy"-Fans auf Wolke 7 schweben: Wenn die Band "Pearly Gates", zu deutsch Himmelspforte, ihre Tore für die Allgemeinheit öffnet, dann erklingen die Hits der irischen Rocklegende, wie "Waiting For An Alibi", "Rosalie" oder "Jailbreak". Auf dem lokalen Rock'n'Roll-Olymp residieren fünf alt gediente Recken der fränkischen Musikszene, die seit zehn Jahren im Brustton der Überzeugung jubilieren: "‚Thin Lizzy‘ ist eine göttliche Hard-Rock-Band."
Gitarrist Gregor Zech klärt auf, wie es zu dem Gruppennamen kam: "Was für Blueslegende B. B. King seine ‚Lucille‘, das ist für ZZ-Top-Gitarrist Billy Gibbons seine ‚Pearly Gates‘. Weil sie in seinen Ohren einen so himmlischen Klang hatte, gab Billy seinem Instrument diesenNamen." Sein Bandkollege Dieter Dressel, der ebenfalls Gitarre spielt, hatte vor dem Kulmbacher Altstadtfest 2002 den zündenden Einfall gehabt, die All-Star-Formation nach der Gitarre des texanischen Musikers zu benennen. "Ich hatte damals erfahren, dass für die große Sause in der Kulmbacher Altstadt eine Coverrockband gesucht wird", erinnert sich Sänger Christian Haller.
Der Musiker, bekannt als Frontmann der heimischen Southern-Rock-Kapelle "Shark" machte Nägel mit Köpfen und scharte musikalische Freunde um sich: Seine Bandkollegen von "Shark", Gregor Zech und Dieter Dressel, sowie Bassist Volker Pezoldt von der Metalpunkcombo "Tomorrow's Child" und Schlagzeuger Robert "Blacky" Schwarz, der einst bei "Geisha" trommelte. Sie alle eint die Liebe zum klassischen Hardrock der 70er und 80er Jahre und zur Rockband "Thin Lizzy" im Besonderen.
Hard Rock ohne Schnickschnack Für die deutsche Musikzeitschrift "Musikexpress" war der früh verstorbene Sänger der irischen Formation, Phil Lynott, ein "aufregender und attraktiver Rock-Zigeuner". Was schätzen die fränkischen Musiker an ihm und seiner Gruppe? "Über runden Harmonien konnte Phil sein rauchig-relaxtes Timbre voll zur Entfaltung bringen", erklärt Zech fachmännisch. Und Haller, der einst als 16-jähriger Phil Lynott bei einem Festival bewundert hatte, ergänzt: "‚Thin Lizzy‘ ist melodiöse Hard-Rock-Musik ohne großen Schnickschnack, die schnell ins Ohr geht."
Obgleich alle Musiker noch bei anderen Ensembles aktiv sind, an Überlastung leiden die fünf Akteure nicht. "Wir musizieren aus Spaß an der Freude, nicht der Kohle wegen", stellt Haller klar. Bei der Zahl an überschaubaren Auftritten sei es kein Problem, die verschiedenen Bandaktivitäten unter einen Hut zu bringen. Bei "Shark" und "Pearly Gates" komme man in diesem Jahr zusammen auf sechs Auftritte, rechnet Zech vor.
Bei ihren Live-Konzerten gibt es zwei Stunden lang die größten Hits von "Thin Lizzy". Das nächste Mal schon am morgigen Samstag, 6. Oktober, in Burkersdorf. Da spielt die Gruppe "Pearly Gates" auf Einladung des Burgkunstadter Kleinkunstvereins TECnet Obermain im TECnet-Zentrum.