Michelau
Straßenbau

Ohne Ampel auf die B173, aber Engpässe bleiben

Mit dem Ausbau der Bundesstraße ist eine kreuzungsfreie Anbindung von Michelau vorgesehen. Die Gemeinde sieht das positiv. Die Problemstellen im Ort werden aber bleiben.
Eng wird es in der Michelauer Ortsdurchfahrt schon beim Begegnungsverkehr zwischen Lkw und Pkw. Kommen sich zwei Laster entgegen, sind vorausschauendes Fahren und Rücksichtnahme gefragt. Foto: Ramona Popp
Eng wird es in der Michelauer Ortsdurchfahrt schon beim Begegnungsverkehr zwischen Lkw und Pkw. Kommen sich zwei Laster entgegen, sind vorausschauendes Fahren und Rücksichtnahme gefragt. Foto: Ramona Popp
Die Zeichnungen und Erläuterungen zum geplanten vierspurigen Ausbau der Bundesstraße 173 liegen bis etwa Mitte Juli zur Einsichtnahme aus. Die Gemeinde Michelau wird dazu eine positive Stellungnahme abgeben. Dies entschied der Gemeinderat in seiner Sitzung am Dienstagabend einstimmig.

Weil die Trasse als besonders schützenswert eingestufte Gebiete im Oberen Maintal berührt, gilt sie als eines der schwierigsten Straßenbauprojekte derzeit im Freistaat. Die zuständigen Behörden arbeiten an einer aufwendigen Ausnahmeprüfung, deshalb ist mit dem für den Weiterbau des Abschnittes Michelau-Zettlitz notwendigen Planfeststellungsbeschluss frühestens ab dem Jahr 2014 zu rechnen. Soweit die Angaben der Bezirksregierung.

"Für uns ist entscheidend und wichtig, dass wir eine neue Brücke mit einem ampel- und kreuzungsfreien Zugang zur Bundesstraße 173 bekommen", betonte Bürgermeister Helmut Fischer (CSU). Diesem Wunsch sei in den jetzt vorliegenden Planfeststellungsunterlagen Rechnung getragen worden. Fischer prognostizierte daraus folgend eine Entlastung für die Bahnhofstraße. Die drei Engstellen in der Ortsmitte - am Dekanatsgebäude, an der Kirche und am Gasthaus "Krone" - werden aber auch nach dem Ausbau der Bundesstraße Probleme bereiten.


Probleme im Begegnungsverkehr


Die Schwierigkeiten, wenn sich zwei große Lkw dort begegnen, kann man in Michelau des Öfteren beobachten. Bürgermeister Fischer berichtete von einer hitzigen Debatte zweier Fahrer, zu der er jüngst hinzu kam. Die beiden hätten sich minutenlang angeschrieen, und jeder von ihnen hätte sich geweigert, ein Stück zurückzufahren. Erst als er, Fischer, ankündigte, die Polizei zu rufen, habe sich der eine schließlich nachgiebig gezeigt.

Die Entwicklung der Verkehrsbelastung durch überörtlicher Verbindungen bleibe abzuwarten, so das Fazit des Michelauer Bürgermeisters. Der Ausbau der LIF 13 neu, von dem man sich eine Entlastung des Ortskerns versprochen hatte, war als Bedingung für den Fortgang der B173 neu fallen gelassen worden.
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