Druckartikel: Neubaugebiet Uetzing nimmt weitere Hürden

Neubaugebiet Uetzing nimmt weitere Hürden


Autor: Mario Deller

Bad Staffelstein, Mittwoch, 17. Januar 2018

Neun Bauplätze sollen am Ortsrand des Bad Staffelsteiner Stadtteils entstehen. In der jüngsten Sitzung des Bauausschusses wurden Änderungen eingearbeitet.
Überarbeitet wurde der Bebauungsplan für das Neubaugebiet am Ortsrand von Uetzing, wo künftig auf neun Bauplätzen neue Eigenheime  entstehen sollen.Mario Deller


Relativ unaufgeregt gestaltete sich die erste Sitzung des Bauausschusses im noch jungen Jahr 2018. Bezüglich seiner Dimension nahm eine zentrale Rolle die Fortsetzung des Verfahrens zum Bebauungsplan "Uetzing-Theisenort" ein.

Im Juni vergangenen Jahres hatte Christian Dinkel die Aufstellung des oben genannten Bebauungsplanes beantragt. Die rund 8900 Quadratmeter große Fläche am westlichen Ortsrand Uetzings soll als allgemeines Wohngebiet ausgewiesen werden. Geplant sind neun Bauparzellen. Die formale Basis legte in seiner Julisitzung dann der Stadtrat durch die damals beschlossene Aufstellung des Bebauungsplans. Nun ging es im Bauausschuss um die Würdigung der im Rahmen der frühzeitigen Beteiligung eingegangenen Stellungnahmen.


Ein Baumpflanzgebot

Die Bauverwaltung folgte zum einen der vom Landratsamt Lichtenfels eingebrachten Empfehlung, die Grundflächenzahl von ursprünglich geplanten 0,4 herabzusetzen auf 0,3. Das bedeutet dass 30 Prozent des Areals versiegelt und überbaut werden dürfen. Durch diese Änderung ist nun das vereinfachte Verfahren bezüglich der Ausgleichsflächen möglich. Der erforderliche Ausgleich wird erreicht durch eine Bepflanzung nördlich des künftigen Bauareals sowie ein Baumpflanzgebot. Die westlich an das Neubaugebiet angrenzende Böschung mit Gehölzen soll erhalten werden, so eine weitere Festlegung. Die Ausführungen des Landratsamtes werden insofern teilweise berücksichtigt, als der Kurvenradius der Erschließungsstraße erweitert wird.

Der Bund Naturschutz stimmte dem Neubaugebiet "unter Vorbehalt" zu, weil sich die künftige Bebauung direkt an den Ort anfüge. Er plädierte zugleich dafür, vorrangig innerörtliche Baulücken zu nutzen. Letzteres ist, so die Stellungnahme der Bauverwaltung hierzu, derzeit aufgrund der vorliegenden Eigentumsverhältnisse nicht realisierbar.

Abschließend billigte das Gremium insgesamt den überarbeiteten Bebauungsplan und beschloss die nun durch erneute Auslegung erfolgende förmliche Beteiligung der Öffentlichkeit, Behörden und sonstigen Trägern öffentlichen Belange. An diesem Nachmittag wurde also fürs Erste ein weiterer Schritt gemacht im bürokratischen Prozedere zur Umsetzung des Neubaugebiets.


Zweite Fluchttreppe für "Haus Frankenthal"

Das Erzbistum Bamberg investiert reichte einen Bauantrag zur Generalsanierung des "Hauses Frankenthal" ein, das nur wenige Meter von der berühmten Basilika in Vierzehnheiligen entfernt ist. In dem Bildungshaus der Erzdiözese werden Seminare und Veranstaltungen angeboten beziehungsweise können die Räumlichkeiten dafür genutzt werden. Der Homepage zufolge beinhaltet das "Haus Frankenthal" 40 Gästezimmer und fünf Konferenzräume.

Laut Stadtbaumeister Andreas Ender, der das Vorhaben erläuterte, sei wohl das Brandschutzkonzept des Hauses Ausgangspunkt für die geplanten Maßnahmen. Zum einen ist die Errichtung einer zweiten Stahlfluchttreppe auf der Gebäudeseite Richtung Grundfeld vorgesehen. Die übrigen Maßnahmen betreffen Arbeiten der Innengestaltung. So werden die Nasszellen des "Hauses Frankenthal" saniert. Durch die erforderliche und per positivem Votum nun auch erteilte Zustimmung gab das Gremium grünes Licht für die geplanten Arbeiten.

Einmal mehr auf der Tagesordnung stand die von einem Bauwerbers angedachte Wohnraumschaffung größeren Ausmaßes zwischen der Schönbrunner Straße und der parallel verlaufenden Annaberger Straße in Bad Staffelstein. In einer früheren Sitzung hatte die damalige Bauvoranfrage, die ursprünglich zwei Wohnkomplexe vorsah, für Kopfzerbrechen gesorgt - aber weniger wegen des Gebäudes selbst, sondern vielmehr aufgrund der Stellplatzsituation und dem damit verbundenen erschwerten Ein- und Ausparken. Auch gaben manche Räte schon damals zu bedenken, dass die Annaberger Straße und die Schönbrunner Straße sehr schmal seien.


Nur noch ein Mehrfamilienhaus

Nach geführten Gesprächen wurden die Planungen nun abgeändert, um die Situation zu entschärfen. Der nun dem Gremium vorgelegte Bauantrag sieht statt der ursprünglich zwei nun den Bau von lediglich einem Mehrfamilienhaus vor. Die erforderlichen, von Stadtbaumeister Ender an der Leinwand gezeigten 18 Stellflächen sind nachgewiesen. Die oben angeführten Bedenken wurden auch in der jüngsten Sitzung wieder ins Feld geführt. Bürgermeister Jürgen Kohmann zeigte Verständnis hierfür, wies aber zugleich darauf hin, dass rechtlich nichts gegen das Bauvorhaben spricht. Bei drei Gegenstimmen wurde das gemeindliche Einvernehmen zum Bauantrag schließlich erteilt.


Ferienwohnung genehmigt

"Ja" sagte der Bauausschuss ferner zu einer geplanten Maßnahme auf dem Areal der Gaststätte "Zur Fuchsenmühle" in Horsdorf. Im ersten Stock des sanierten Mittelgebäudeteils will man dort den früheren Heuboden zu einer Ferienwohnung umbauen. Nachdem sich die Planungen verträglich gestalten und in enger Abstimmung mit dem Amt für Denkmalpflege erfolgen, war das Pro des Gremiums keine Überraschung.