Mal tosen die Wellen gegen steile Klippen, mal liegt das unendliche, grüne Meer sanft in der Bucht. Und wieder ein paar Stunden später öffnet die Hafeneinfahrt einer Weltmetropole ihre Tore für die MS "Artania", auf der Laura Bauer die Welt bereist.

Ab Nürnberg flog die 18-Jährige nach Frankfurt am Main, von dort weiter mit Umstieg in New York nach Costa Rica. Ihr Ziel: Das Kreuzfahrtschiff MS "Artania", auf dem sie seitdem als Praktikantin um die Welt fährt. Immer begleitet von der TV-Kamera der ARD-Nachmittagssendung "Verrückt nach Meer", die den Alltag der Crewmitglieder auf dem Luxusliner dokumentiert.


Meer soweit das Auge reicht

Zu Beginn der Reise erhielt Laura Bauer, die in der Heimat eine Ausbildung im Staffelsteiner Kurhotel absolviert, einen Eindruck von den unendlichen Dimensionen der Weltmeere. Acht Tage lang sah man fast nichts außer Wasser. Quer durch den Atlantik ging es über den Äquator hinweg auf die südliche Halbkugel. Als anstrengend und auch ein wenig langweilig beschrieb Laura Bauer diese Zeit, während der sie an der Rezeption arbeitete, in einer Mail an diese Redaktion.

Ein wenig fehlte der 18-Jährigen bei der langen Fahrt über den Ozean die Abwechslung, die aber noch kommen sollte. Denn dann erreichte der Luxusliner, auf dem bis zu 1200 Gäste Platz finden, die Insel Nuku Hiva in Französisch-Polynesien. "Ich freue mich schon auf morgen und den Rest der Woche. Ich denke, dann geht alles sehr fix vorbei, da wir dann von Insel zu Insel fahren", schrieb Laura Bauer im Vorfeld in ihrer Mail - und sie sollte Recht behalten.

Die Bilder, die sie von der nun folgenden Fahrt durch die Inselwelt des Pazifiks senden sollte, erzeugen Fernweh.
"Wie im Bilderbuch", schrieb Laura Bauer treffend in einer weiteren Mail. Vor allem das Atoll Bora Bora hat bei der Weltreisenden aus Unnersdorf bleibenden Eindruck hinterlassen. "Ich bin dort sogar mit Haien und Rochen geschwommen. Das war auf jeden Fall ein Erlebnis", schwärmt die junge Frau, die nach ein paar Tagen der Eingewöhnung auch mit der Situation an Bord gut zurecht kommt. "Die Kollegen sind sehr nett und der Umgang miteinander ist auf dem Schiff allgemein sehr freundlich."


Dreharbeiten laufen gut

Doch die 18-Jährige arbeitet auf dem Schiff ja auch noch vor laufender Kamera. "Das TV-Team ist nicht jeden Tag bei mir, was auch ein wenig stressig wäre. Wenn, dann läuft es aber sehr gut und macht Spaß."

Nach dem Atoll Bora Bora hat das auch als "Grand Lady" bezeichnete Fernsehschiff in Auckland angelegt. "Jetzt ist fast ein Monat rum und ich habe schon so viele schöne Orte gesehen", bilanzierte Laura Bauer nach dem Besuch der 18 054 Kilometer Luftlinie von Bad Staffelstein entfernten neuseeländischen Metropole.


Auf olympischen Spuren

Anschließend ging es weiter nach Australien, wo der Luxusliner in den Hafen von Sydney einlief. 8449 Seemeilen hatte Laura Bauer zu diesem Zeitpunkt schon zurückgelegt, um in die Olympiastadt von 2000 zu gelangen.

Viele weitere folgen. Derzeit kreuzt die MS "Artania" rund um Australien mit Stopps in Brisbane oder am Great BarrierReef. Anschließend geht es über Papua-Neuguinea nach Taiwan. Danach folgen unter anderem Japan, Russland, Südostasien, Sri Lanka und Indien, ehe die Reise in rund zwei Monaten in Dubai endet. "Ich bin sehr gespannt, was mir noch alles begegnen wird und freue mich auf weitere Abenteuer", schreibt Laura Bauer, die jüngst ihren Aufgabenbereich wechselte. Bis Sydney war sie an der Rezeption, jetzt geht es ins Housekeeping.

Ab Januar 2017 werden die Aufnahmen der sechsten "Verrückt nach Meer"-Staffel dann ausgestrahlt. Aktuell läuft Staffel 5, immer wochentags um 16.10 Uhr im Ersten.