Zwar hatte der Kreisausschuss bereits im Juni vergangenen Jahres prinzipiell grünes Licht für den Bau gegeben, damals allerdings war die Frage einer möglichen Bezuschussung noch offen. Inzwischen ist geklärt, dass es einen Zuschuss gibt, allerdings nur, wenn auch ein Lückenschluss des Radweges bis zur Mainbrücke erfolgt. Statt der damals geschätzten Kosten von rund 310.000 Euro kommen jetzt auf den Landkreis wohl rund 593.000 Euro zu.

Landrat Christian Meißner (CSU) stellte dem Kreisausschuss daher erneut die Frage: "Tun oder lassen?". Er machte dabei deutlich, dass das insgesamt 109 Meter lange Brückenbauwerk im Süden Ebensfelds auch ohne einen Geh- und Radwerk gebaut werden kann, nachträglich dann allerdings daran nichts mehr zu ändern wäre. Unbedingt erforderlich wäre der Radweg nicht, weil eine Querung der Bahnlinie auch an anderer Stelle im Ortsbereich möglich wäre, bei zusätzlicher Wegstrecke von etwa einem Kilometer, hieß es in der Diskussion. Allerdings sei ein Radweg an dieser Stelle eben eine zukunftsträchtige Überlegung. Letztlich schlossen sich die Kreisräte der Meinung des Landrats an, der hier eine Investition für Jahrzehnte sah, und stimmten zu.