Lichtenfels geht Richtung Zukunft: Kirschbaummühle wird Forschungszentrum
Autor: Niklas Schmitt
Lichtenfels, Dienstag, 30. Juli 2019
In Lichtenfels wird ein Zentrum für digitale Zukunftstechnologien entstehen. Dafür arbeiten Politik, Wissenschaft und Wirtschaft eng zusammen.
Was in der Kirschbaummühle in Lichtenfels entstehen soll, ist nichts weniger als die Zukunft. Um diese gemeinsam zu gestalten, haben sich die Stadt und der Landkreis Lichtenfels, Unternehmer Frank Herzog und die Hochschule Coburg zusammengetan.
Auf der Pressekonferenz am Dienstagmorgen wurde der aktuelle Stand und vor allem das Ziel des "Forschungs- und Anwendungszentrum für digitale Zukunftstechnologien" (FADZ) vorgestellt.
Die Digitalisierung für Stadt und Region ist eine zentrale Herausforderung, sagte Herzog. Schließlich sei die Region führend, was das Kernthema des FADZ angeht: "Lichtenfels gilt international als eines der Zentren für 3D-Druck."
Impulse für die Region
Dennoch wird sich die Arbeit in dem Zentrum nicht alleine darin erschöpfen. Aus drei Säulen wird die Arbeit darin bestehen: Angewandte Forschung für regionale Unternehmen, Anwendungsberatung und Wissenstransfer sowie Aus- und Weiterbildung. Das heißt, es soll auch mit anderen Werkstoffen gearbeitet und allgemein nutzbare Daten von Arbeitsprozessen gewonnen werden.
Damit soll gemeinsam vor allem die regionale Wirtschaft gestärkt werden. Denn, so sagte Christiane Fritze, Präsidentin der Hochschule Coburg, "die enge Kooperation ist der wichtigste Baustein."
Nicht nur neue Wissenschaftler werden an dem neu zu schaffenden Masterstudiengang für Additive Fertigung und Leichtbau lehren. Auch werden Studierende in die Region gezogen und Schüler sensibilisiert, die vielleicht Spaß an der Zukunft bekämen, so Fritze.
Am Meranier-Gymnasium arbeitet man schon jetzt in einem P-Seminar mit 3D-Druckern. Fritze betont das Zusammenspiel von Lehre, Forschung, Weiterbildung auch für Fachkräfte und Wissenstransfer.