Längere Öffnungszeiten? Das sagen die Bad Staffelsteiner
Autor: Niklas Schmitt
Bad Staffelstein, Montag, 19. August 2019
Hubert Aiwanger (FW) hat an zwei Tagen im Jahr längere Öffnungszeiten gefordert. Was aber, wenn man dauerhaft dazu übergehen würde?
In Bayern gilt das Ladenschlussgesetz des Bundes. Eine eigene Regelung wurde noch nicht getroffen. Hubert Aiwanger (FW) forderte bereits im März eine Liberalisierung der verkaufsoffenen Sonntag und hat vor kurzem "lange Verkaufsnächte" ins Spiel gebracht.
Gemeint ist damit keine dauerhafte Änderung der Öffnungszeiten, wie sie im März noch Martin Hagen, Fraktionschef der FDP im bayerischen Landtag, für wichtiger hielt. Vielmehr will Aiwanger die Möglichkeit für den Einzelhandel, zweimal im Jahr seine Geschäfte ohne Anlass - wie etwa Stadtfeste - zu öffnen.
Die CSU lehnt den Vorstoß ab. Seit der Föderalismusreform von 2006 dürfen die Länder die Ladenöffnungszeiten selbst festlegen. Damals hatte es innerhalb der CSU für die Erweiterung keine Mehrheit gegeben. Seitdem wurde eine Änderung der Öffnungszeiten nicht mehr in Frage gestellt.
Was wäre wenn?
Dennoch wird immer wieder über eine Erweiterung über die bisher geltende Ladenschlusszeit 20 Uhr hinaus diskutiert. Aber wie sieht man das in Bad Staffelstein?
Da sind sich CSU und Freie Wähler einig. Winfried Ernst, Fraktionssprecher im Stadtrat für die Freien Wähler, sagt: "Ich halte es nicht für gut." Meint aber auch, dass es sicherlich eine Diskussion wert sei.
Andreas Pfarrdrescher (CSU) ist ebenso dagegen. "Ich denke, dass bei uns auf dem Land die Öffnungszeiten bis 20 Uhr ausreichend sind."
Damit trifft er einen Punkt, den die meisten vorbringen. Bernhard Werner, der verschiedene Edeka-Läden im Landkreis betreibt, sieht keinen Bedarf an längeren Öffnungszeiten. "Das mag vielleicht in einer Großstadt gehen, aber auf dem Land sehe ich das schwierig."