Mit hartnäckiger Ermittlungsarbeit konnten Kripo und Staatsanwaltschaft Coburg den 39-Jährigen der Brandstiftung überführen. Der Feuerwehrmann hat mittlerweile eingeräumt, seit Sommer vergangenen Jahres immer wieder kleinere Brände im Raum Ebensfeld gelegt zu haben, und sitzt jetzt in Untersuchungshaft.

Mitte Juli 2013 begann die Serie von Kleinbränden, bei der in unterschiedlichen zeitlichen Abständen neben Holzstapeln auch Schuppen und Gebäudeanbauten in Flammen aufgingen. Die Brände, die auch eine Gefährdung für die angrenzenden Häuser darstellten, sorgten bei der Bevölkerung für Angst und Schrecken. Erst am vergangenen Sonntagabend brannten auf einem Ebensfelder Firmengelände wieder mehrere Holzpaletten, die unmittelbar an eine Lagerhalle gestapelt waren.

Mit Hilfe modernster Kriminaltechnik verfolgten die Coburger Ermittlungsbehörden über Monate alle Spuren, die der Brandstifter bei seinen Taten hinterlassen hatte. Dabei kristallisierte sich in den letzten Wochen ein konkreter Tatverdacht gegen den Einheimischen he raus, der am Donnerstag von Kriminalbeamten festgenommen werden konnte. Konfrontiert mit dem zusammengetragenen Beweismaterial, gestand der Mann, die insgesamt zehn Brände im Raum Ebensfeld gelegt zu haben.

In Untersuchungshaft

Auf Anordnung der Staatsanwaltschaft Coburg wurde er am Freitag dem Ermittlungsrichter vorgeführt, der gegen den 39-Jährigen Untersuchungshaftbefehl erließ. Mittlerweile sitzt er in einer Justizvollzugsanstalt.
In der Feuerwehr vor Ort war man bis zuletzt offenbar ahnungslos. Kreisbrandinspektor Gerhard Elflein, der erst gestern davon erfuhr, zeigte sich traurig und sagte, das sei schwer zu verdauen. Niemand hätte das von dem Betreffenden gedacht.

Lutz Schneider, Pressesprecher der Kreisfeuerwehrführung, zeigte sich einerseits beruhigt, dass jemand gefasst wurde, andererseits fand er es sehr schade, dass es sich um jemanden aus den Reihen der Wehr handelt. Es sei vor allem bedauernswert gegenüber den Feuerwehrleuten, die einen guten Job machen. Ähnlich äußerte sich Kreisbrandrat Timm Vogler, der anmerkte, bei rund 3600 Aktiven sei es halt nicht auszuschließen, dass ein schwarzes Schaf darunter ist. Beide kennen den Mann aus dem Gemeindebereich Ebensfeld nicht persönlich, wie sie wissen ließen. pol/pp