Ein eigener Schutz für Kümmersreuth durch die Wehr
Autor: Gerd Klemenz
Kümmersreuth, Sonntag, 07. Juli 2019
Groß wurde das 125-jährige Bestehen der Feuerwehr Kümmersreuth gefeiert. Für jeden war etwas dabei.
Alles begann mit einer Hand- und Druckspritze, die erste motorisierte TS8-Pumpe wurde in den 50er Jahren auf dem Juraplateau stationiert.
Seit Freitagabend feiert man auf dem Juraplateau das 125. Jubiläum der Freiwilligen Feuerwehr Kümmersreuth. Nach erfolgreichem Bieranstich durch den Ortssprecher Richard Krappmann unterhielten "Die Stadelhofner" unter der Leitung von Frank Macht die zahlreichen Besucher im Festzelt. Mit einem bunt gemischten Programm von traditioneller Blasmusik über Schlager bis hin zu ausgedehnten Rock-Runden für das junge Publikum war alles dabei, was das Herz begehrte. Durch den Einbau von Showelementen im Programm der Stimmungskapelle kam keine Langeweile auf und man tanzte und sang kräftig mit.
Zu einem politischen Abend am heutigen Montag ab 18 Uhr lädt der CSU-Kreisverband alle politisch interessierten Bürger ins Festzelt ein. Als Gast wird gegen 20 Uhr die Landtagspräsidentin Ilse Aigner (CSU) erwartet.
"Am 25. November 1894 war es endlich soweit, und in Kümmersreuth wurde eine Freiwillige Feuerwehr gegründet. Im Stammbuch dieser sind 25 Gründungsmitglieder verzeichnet. Damals war die Bevölkerung froh, einen eigenen Feuerschutz stellen zu können, zwar nur mit begrenzten Hilfsmitteln, aber dafür mit umso mehr Stolz und Bereitschaft", sagte der Vorsitzende Stefan Heidenreich am Samstag zu Beginn des Festkommers anlässlich des 125. Jubiläums der Ortswehr.
In den 80er Jahren sei die Begeisterung für die Ortswehr so groß gewesen, dass man drei Gruppen zur Leistungsprüfung stellen konnte, fügte Heidenreich an. Ein Meilenstein in der Chronik der Wehr sei sicherlich der Neubau des Feuerwehrgerätehauses am Schulberg gewesen, das am Muttertag 2017 eingeweiht wurde. "Ganz stolz können wir hierbei auf unsere bauerfahrenen Rentner sowie auf die ehrenamtlichen Helfer sein. Insgesamt wurden 5500 ehrenamtliche Stunden geleistet", sagte der Vorsitzende.
Nach dem Neubau und der Einweihung begann man sofort mit den Planungen für das Jubiläum. Innerhalb kürzester Zeit stemmte das kleine Juradorf mit dem Kemitzenfest und dem Jubiläumsfest zwei große Feste, wofür sich Stefan Heidenreich zum Schluss seines Rückblicks sehr bedankte.
Stadtrat Tobias Dusold überbrachte die Grußworte der Adam-Riese-Stadt sowie des Schirmherrn Bürgermeister Jürgen Kohmann. Seinen Respekt zollte Dusold der kleinen Wehr für die Ausrichtung solch einer großen Veranstaltung. "Haltet zusammen, damit das Dorfleben weiter attraktiv bleibt. Es müssen sich wieder mehr Menschen in den Vereinen engagieren und Verantwortung übernehmen", so der Appell des Stadtrates.