Nach und nach wickelt der Gemeinderat das langwierige bürokratische Prozedere ab, die das angelaufene Städtebauförderungsprojekt im Ortskern besonders am Anfang mit sich bringt. Als weiteren wichtigen Schritt zur Umsetzung hatte sich das Gremium in seiner jüngsten Sitzung mit den im Zuge der vorbereitenden Untersuchungen eingegangenen Stellungnahmen zu befassen. So wird die Marktgemeinde bei der Realisierung der Städtebauförderung auch die Empfehlung des Bundes Naturschutz einfließen lassen, Nistmöglichkeiten für Vögel sowie Quartiere für Fledermäuse zu schaffen.


Bürger waren beteiligt

Im Zuge der vorbereitenden Untersuchungen wurden auch die Bürger durch "Dorfwerkstätten" einbezogen. Der Beschlussvorschlag legte auch eine erste grobe zeitliche Richtschnur fest: Die Sanierungsmaßnahmen sollen demzufolge innerhalb von 15 Jahren abgeschlossen sein.
Unter dem Punkt "Stand des Verfahrens" wurde auch die geplante Einrichtung eines kommunalen Förderprogramms thematisiert, die die Sanierung privater Anwesen unterstützen soll mit finanzieller Förderung und geplanter fachlichen Beratung von Hauseigentümern. Mit dem Ziel eines konkretisierenden Beschlusses wird dieser Punkt in einer der nächsten Sitzungen des Gremiums auf der Tagesordnung stehen, kündigte Bürgermeister Bernhard Storath (CSU) an. Weiterhin wird die Errichtung eines Wohnheimes für Behinderte in Form von Wohngruppen auf dem ehemaligen Kiesler-Anwesen durch einen privaten Maßnahmenträger Bestandteil der Städtebauförderung sein. Mit einem Baubeginn ist wohl aber erst im Jahr 2018 zu rechnen, merkte der Bürgermeister hierzu an.


Dritte Gruppe für den Hort

In der Sitzung ging es außerdem um die Frage, ob der Hort an der Pater-Lunkenbein-Schule ab dem Schuljahr 2016/2017 um eine Gruppe erweitert werden soll. Hierfür plädierte das Evangelisch-Lutherische Dekanat Michelau, welches als Träger der beiden bestehenden Gruppen fungiert, in seinem an das Gremium gerichteten Antrag und belegte den seiner Ansicht nach gegebenen Bedarf mit Zahlen: Derzeit sind 59 Kinder im Hort der Schule gemeldet, über den 1. September hinaus bleiben 49 Kinder sicher in der Einrichtung, für weitere 30 Kinder lägen der Hortleitung bereits Anfragen aus Die Eltern von 18 der 30 Kinder wollen die gesamte Woche (fünf Tage) buchen. Zur Finanzierung der bisherigen zwei Hortgruppen entstehen dem Markt laufende Kosten von rund 70 000 Euro jährlich. Durch eine dritte Gruppe würden sich diese auf voraussichtlich 110 000 Euro erhöhen. "Ein dritte Hortgruppe würde wirklich Sinn machen", bezog Gemeinderätin Mirjam Fuchs (CSU), die selbst Lehrerin ist, dazu Stellung. Dem schloss sich auch das Gremium an und gab schließlich per einstimmigem Votum grünes Licht.


Verkaufsoffener Sonntag

Der Rewe-Einkaufsmarkt möchte am Samstag, 26., sowie Sonntag, 27. November, auf dem Unternehmensgelände einen Adventsmarkt mit Verkaufsständen abhalten und wandte sich außerdem an den Gemeinderat mit dem Antrag, dass am besagten Sonntag in Ebensfeld ein verkaufsoffener Sonntag zugelassen wird. Da der geplante Adventsmarkt nicht durch die Satzung der Marktgemeinde abgedeckt wird, ist hierzu ein gesonderter Beschluss notwendig, den der Gemeinderat auch einstimmig fasste.