Vierstündige Sperrung: Ein Lastwagen kam auf der A73 im Kreis Lichtenfels am Donnerstagabend ins Schleudern, der Anhänger stellte sich quer zur Fahrbahn.
Die Autobahn 73 auf Höhe Kösten bei Lichtenfels wurde am Donnerstagabend für vier Stunden gesperrt, weil ein Lastwagenfahrer ins Schleudern kam und gegen eine Betonwand krachte. Wie die Polizei mitteilt, war seine Geschwindigkeit nicht an die Wetterverhältnisse angepasst.
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Der 47-jähriger Fahrer war mit seinem Lastwagen mit Anhänger in Richtung Suhl unterwegs. Trotz anhaltenden Schneefalls und winterglatter Fahrbahn reduzierte der Fahrer seine Geschwindigkeit nicht. Auf Höhe der Anschlussstelle Lichtenfels Nord kam der Lastwagen deshalb gegen 21.20 Uhr ins Schleudern und der Anhänger stellte sich quer zur Fahrtrichtung. Erst im Zuge einer Kollision mit der Betongleitwand kam der schlitternde Anhänger zum Stillstand.
Vollsperrung
Da die Hinterachse des Anhängers in Folge des Unfalls teilweise auf der Gleitwand aufsaß, drohte der Anhänger umzukippen. Spezialisten der Verkehrspolizei Coburg ordneten deshalb eine Vollsperrung der Nordfahrbahn an. Die angerückten Feuerwehrbesatzungen mit einer Gesamtstärke von rund 60 Mann leiteten den Verkehr daraufhin mit Warnleitanhängern an der Anschlussstelle Lichtenfels Nord ab.
Zudem leuchtete die Feuerwehr die Unfallstelle aus und sicherte den Lastwagenanhänger bis zum Eintreffen eines Spezialkrans. Mit Einsatz des schweren Gerätes wurde der Anhänger von der Betongleitwand gehoben und abgeschleppt. Bis zum Abschluss der Bergungsarbeiten war die Autobahn in nördliche Richtung für vier Stunden gesperrt. Am Lastwagen und der Gleitwand entstand ein Gesamtschaden von rund 10.000 Euro.
Den unverletzten Fahrer erwarten nun mehrere Bußgeldanzeigen, da er unabhängig vom Unfallgeschehen noch mehrfach Lenk- und Ruhezeitverstöße begangen hatte.
Hat diese auffallend häufige Verwicklung von LKW´s in schwere Unfälle keinerlei Konsequenzen?
Nimmt man Ursachen, wie unangepasste Geschwindigkeit oder z. B. Stauende nicht erkannt einfach so hin?
Man kann sie immer noch erleben, die Elefantenrennen, oder den drängelnden LKW mit Lichthupe sogar bei über 90 km/h auf der Autobahn. Telefonierende, lesende, essende Fahrer. Rücksichtsloses Ausscheeren.
Natürlich ist der hier berichtete Unfall relativ harmlos ausgegangen, Gott sei Dank ohne Verletzte oder Todesopfer. Ein Schwenk in den Gegenverkehr hätte auch hier verheerende Folgen haben können.
Aber wenigstens kann man einmal kommentieren, um seine Meinung dazu zu sagen. Die Fahrzeuge sind mittlerweile gut ausgerüstet, um derartig schwere Unfälle zu vermeiden. Wer diese deaktiviert, handelt vorsätzlich und nimmt schwere Schäden in Kauf.
Auch der Termindruck und die Arbeitsbedingungen für die Fahrer gehören zu den Ursachen.
Es wird nicht anders gehen, als mit mehr Kontrollen und schärferen Strafen (warum wird der LKW nicht einmal einige Tage blockiert ?) Ob man eine bestellte Ware schon am nächsten Tag haben muss, gehört sicherlich auch auf den Prüfstand