Nun folge ich seit vielen Jahren dieser Weisheit und denke dabei ab und zu an die Bemerkung meines damals achtjährigen Sohnes zurück, der auf diesen Spruch die Antwort "Und was ist mit zwei Äpfeln?" parat hatte.

In der Redaktion setze ich mich freilich mit dem konsequenten Apfelessen durchaus schon einmal spöttischen Bemerkungen aus, vor allem dann, wenn der in der Regel nicht essbare Rest der Frucht im Abfall landet. Da werden Mutmaßungen laut, wann wohl einer der Obstreste auszutreiben beginnen würde - und wie der Eimer meinen Urlaub überleben könnte, da er in der Zeit doch nicht gedüngt würde.

Wenn die Kollegen wüssten, dass ich derzeit morgens noch ein Glas Saft aus frisch gepressten Ortalinen (eine Art Zitrusfrucht), im Müsli eine Handvoll Trauben und eine grüne Banane - am Nachmittag eine weitere Banane und abends in der Regel noch ein paar Orangen zu mir nehme!

An (Frucht) Zuckermangel muss ich jedenfalls nicht leiden - andererseits kann ich über meine Gesundheit ebenso wenig klagen. Scheint also doch etwas dran zu sein an der Idee vom Vitaminlieferanten Obst.

Und mein Doktor freut sich umso mehr, wenn ich ihm einen meiner seltenen Besuche widme. Schließlich kennt er den Spruch auch: "An apple a day..."