Tiger, Titan und Mustang: Krupp-Oldtimer locken die Massen an

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Kulmbach stand am Wochenende unter dem Zeichen der drei Krupp-Ringe. Hier ein Krupp Tiger in einer speziellen Afrika Ausführung mit Zyklon-Luftfiltern.Karl Heinz Weber
Kulmbach stand am Wochenende unter dem Zeichen der drei Krupp-Ringe. Hier ein Krupp Tiger  in einer speziellen Afrika Ausführung mit Zyklon-Luftfiltern.Karl Heinz Weber
 
 
 
 
 
 
 
 
 
 

Der Aufmarsch an Krupp-Oldtimern lockte viele Fans der betagten Raritäten an.

Das Krupp-Oldtimer-Treffen löste am Wochenende in Kulmbach einen großen Zuschaueransturm aus. Vor allem am Samstag nach der Ausfahrt nach Neuenmarkt zum Dampflokmuseum herrschte großer Andrang auf dem Gelände der Mönchshof-Brauerei in der Hofer Straße. Junge und jung gebliebene Fans der fantastisch restaurierten und gepflegten Raritäten kamen aus dem Staunen nicht heraus. Sogar anfassen und einsteigen war erlaubt. Ungestört ein passendes Motiv zu fotografieren, war da schon schwerer.

Im Jahr 1919 hatte Krupp mit dem Bau von Nutzfahrzeugen begonnen, zum 100. Jubiläum führte nun das Oldtimer-Treffen zurück in die ehemalige Produktionsstätte Süd in Kulmbach. Viele Ältere konnten sich noch an die Zeit erinnern, als Krupp seine Lkw-Produktion auch in Kulmbach durchführte. Im Jahr 1952 wurde dann die Fertigung nach Essen verlagert. Nicht wenige zogen damals ins Ruhrgebiet um, um ihren Arbeitsplatz nicht zu verlieren.

Organisator Oliver Mahlo hatte es geschafft, 21 Nutzfahrzeuge der Firma Krupp nach Kulmbach zu bekommen. Darunter auch der "Titan", der die Ausfahrt am Sonntag durch die Innenstadt von Kulmbach anführte. Ob dieser prachtvolle Lastwagen 1952 in Kulmbach gebaut wurde, konnte nicht zweifelsfrei recherchiert werden.

Ein Einzelstück auf Tour

Einmalig auch der einzige, noch auf den Straßen fahrende Krupp-Omnibus. Dieser diente als Werkstattwagen bei Rennen der Formel 1 und Tourenwagen-Serie. Am Straßenrand standen winkende und fotografierende Oldtimer-Fans. So ging es in gemütlicher Fahrt, ohne Servolenkung und Klimaanlage, durch die Innenstadt von Kulmbach. Höhepunkt war dann der kurze Aufenthalt am Marktplatz.

Leider ein paar lange Gesichter gab am Sonntagvormittag. Gegen 11 Uhr, so stand es im offiziellen Programm, sollte der Konvoi der alten Lastwagen auf dem Marktplatz eintreffen. Die Fahrzeuge rollten dort allerdings lange vor der Zeit an - und nach einem Fotostopp wieder ab. Viele Interessierte, die erst kurz vor dem angekündigten Termin eintrafen, bekamen nichts mehr zu sehen. Die Verärgerung war bei vielen deutlich spürbar.