BayreuthMedi Bayreuth hat die angepeilte Nikolaus-Überraschung am Sonntagabend gegen Alba Berlin in der Basketball-Bundesliga verpasst: Nach einer zweiwöchigen Spielpause aufgrund des Länderspielfensters unterlagen die Bayreuther dem amtierenden Meister mit 69:71 (35:43). Bereits am kommenden Mittwoch bietet sich Doreth, Seiferth & Co. bei Rasta Vechta die Chance, das nunmehr ausgeglichene Punktekonto (zwei Siege, zwei Niederlagen) wieder in den positiven Bereich zu drehen.

Bundesliga

Medi Bayreuth -

Alba Berlin 69:71

(15:21, 20:22, 21:19, 13:9)

Die Ausgangssituation für die Bayreuther, die erstmals in ihren neu gestalteten Weihnachtstrikots aufliefen, war alles andere als günstig, denn mit Ryan Woolridge (Kapselverletzung) und Kay Bruhnke mussten zwei Akteure aus der üblichen Rotation passen. Somit standen Trainer Raoul Korner nur sieben Stammspieler und die beiden Nachwuchsakteure Nico Wenzl und Johannes Krug zur Verfügung. Medi startete mit aggressiver Verteidigung in die Partie, musste allerdings bis zur dritten Minute auf den ersten Korberfolg durch Matt Tiby (2:4) warten. Auch in der Folgezeit hatten die Gastgeber Probleme an das Brett des deutschen Meisters vorzustoßen, Alba konnte sich schnell zweistellig absetzen (4:14, 6.). Zwei Dreier von Kapitän Doreth zum 12:16 (8.) hielten die Bayreuther in dieser Phase im Spiel, beim Stand von 15:21 (10.) ging es in die erste Viertelpause.

Der zweite Abschnitt begann aus Bayreuther Sicht wie der erste geendet hatte: Mit einem Ballverlust. Luke Sikma und Peyton Siva bestraften dies postwendend von der Dreierlinie zur bis dahin höchsten Gästeführung 15:27 (12.), die kurz darauf Nationalcenter Johannes Thiemann weiter ausbauen konnte (20:34, 15.).

Im Endspurt vor der Pause waren es dann wiederum erfolgreiche Dreier von Doreth und David Walker, die Medi Bayreuth herankommen ließen (33:38, 18.). Jonas Mattisseck traf für die Gäste, deren Führung zu diesem Zeitpunkt nicht zuletzt auf einem klaren Vorteil im Reboundduell (16 Bayreuth, 23 Berlin) gründete, mit der Sirene zum 35:43 - Pausenstand (20.). Bis Mitte des dritten Viertels konnten die Gäste einen zumeist knapp zweistelligen Vorsprung verteidigen, dann zündete der bis dahin unauffällige Bayreuther Topscorer Frank Bartley mit seinem ersten Feldkorb die Aufholjagd (50:52, 27.), die die Berliner jedoch gerade noch rechtzeitig vor dem drohenden Ausgleich stoppen konnten. Beim Stand von 56:62 (30.) ging es in den Schlussabschnitt. Medi ließ jetzt nicht locker und konnte wiederum verkürzen (60:62, 32.), vergab danach aber mehrfach gute Chancen (Bartley, Walker) zum Ausgleich. Dann war es einmal mehr ein krachender Dunking von Walker, der bei Medi letzte Energiereserven freisetzte und einen begeisternden Endspurt einläutete. Frank Bartleys Dreier brachte den ersten Ausgleich der Partie (69:69, 37.).

Berlin wankte, fiel aber nicht. Kurz vor Beginn der Schlussminute beorderte Alba-Coach Aito Garcia Reneses seine Mannen nach einem Ballverlust zur Lagebesprechung an die Seitenauslinie. Die Berliner konnten sich danach den Ball zurückerobern und sieben Sekunden vor dem Spielende nach drei (!) Offensivrebounds von Sikma durch einen Dunking von Jung-Nationalspieler Louis Olinde wiederum in Führung gehen (69:71) - Auszeit Medi Bayreuth.

Den letzten Wurf der Partie nahm schließlich mit der Schlusssirene Bartley, doch der Dreierversuch des Bayreuther Topscorers prallte vom Ring zurück. "Wir haben ein sehr gutes Spiel gezeigt und sind am Ende wieder an einem alten Problem gescheitert, dem Rebounding", fasste Medi-Kapitän Doreth nach der Partie zusammen.

Die Statistik

Medi Bayreuth: Bartley (17 Punkte/2 Dreier), Pardon (14), Seiferth (10), Tiby (10), Doreth (9/3), Walker (9/1), Olisevicius, Jalalpoor Alba Berlin: Giffey (15/3), Thiemann (14/2), Sikma (13), Siva (9/3), Mattisseck (5/1), Nikic (4), Olinde (4), Lo (3), Schneider (2), Granger (2), Delow Schiedsrichter: Lottermoser, Krause, Hodgic