Die Bauchschmerzen des TSV Neudrossenfeld sind grundlos
Autor: Jannik Reutlinger
Neudrossenfeld, Sonntag, 08. März 2020
Der TSV Neudrossenfeld trotzt den Verletzungssorgen und siegt gegen den FC Herzogenaurach. Damit bleiben die Grün-Weißen in der Spitzengruppe der Landesliga Nordost. Trainer Markus Taschner sieht noch Luft nach oben.
Ein bisschen Bauchschmerzen hatte Markus Taschner vor dem ersten Landesliga-Spiel nach der Winterpause schon. Der TSV-Trainer musste vor dem ersten Pflichtspiel des Jahres gegen den FC Herzogenaurach kurzfristig auf seinen Stammtorwart Tobias Grüner verzichten.
Mit Lukas Schelenz fehlte eine weitere Stütze grippeerkrankt. Eine andere Baustelle war vor der Partie die Abwehr. Das Umschaltverhalten in die Defensive hatte Taschner in der Vorbereitung als "Achillesferse" ausgemacht.
Landesliga Nordost
TSV Neudrossenfeld - FC Herzogenaurach 2:1 (1:1) Das TSV-Lazarett war neben Grüner und Schelenz mit Winterneuzugang Bastian Horter, Tjark Gerull, Steffen Taubenreuther, Jahn Löhrlein und Tamino Ansari prall gefüllt. Eine Woche mehr bis zum ersten Punktspiel wären Taschner recht gewesen, doch dieser Wunsch wurde ihm nicht erfüllt.
Der 39-Jährige machte das Beste aus der Situation.
"Unsere erste Elf hat immer noch viel Qualität", sagte er. Und auch auf der Bank hatte der TSV-Trainer mit Bas Peeters, Richard Schneider und Sascha Engelhardt genügend Alternativen. Von Beginn an dabei waren gegen Herzogenaurach etwas überraschend Finn Habel und Winterneuzugang Niklas Golling, denen Taschner eine gute Trainingswoche attestierte.
In der Anfangsphase konnte der TSV-Trainer nicht zufrieden sein. Die Gäste standen tief und überließen den Grün-Weißen den Ball. Doch die wussten nicht viel damit anzufangen. Nico Böhmer war im Zentrum fast alleine für den Spielaufbau zuständig. Vorne fehlte die Bewegung. "Wir wussten, dass uns eine körperlich robuste Mannschaft erwartet", sagte der Neudrossenfelder Mikel Seiter. "Unser Plan war es, den Ball laufen zu lassen, bis sich eine Lücke ergibt."
Das gelang aber zunächst nicht. So entstand in den ersten 30 Minuten die größte Aufregung nach Foulspielen im Mittelfeld. "Im letzten Drittel hatten wir wenig Aktionen", erkannte Seiter. Dafür stimmte die Chancenverwertung. Eine Flanke von Levin Pauli klärten die "Pumas" nur unzureichend.