Derby in Katschenreuth: Umstrittener Siegtreffer für Kasendorf
Autor: Redaktion
Katschenreuth, Sonntag, 14. Oktober 2018
Ein umstrittenes Tor in der Nachspielzeit beschert dem SSV Kasendorf vor 370 Zuschauern den Sieg in Katschenreuth.
Ein Treffer in der Nachspielzeit sicherte dem SSV Kasendorf im Derby beim VfR Katschenreuth drei Punkte. So gehen die Kasendorfer als Sechster mit nur zwei Punkten Rückstand auf Rang 2 in die Rückrunde der Fußball-Bezirksliga Ost. Der lange an der Spitze stehende VfR Katschenreuth hat dagegen als Neunter schon etwas den Anschluss nach oben verloren.
Das Derby war erwartungsgemäß sehr umkämpft, aber nie unfair. Beide Teams hatten gehörigen Respekt voreinander, was aber dem Spiel keinen Abbruch tat.
Sehr fragwürdig und kurios war die Entstehung des Siegtreffers in der Nachspielzeit. Nach einem Eckball auf den zweiten Pfosten hob der Linienrichter bereits die Fahne, bevor Luft per Kopf in die Mitte zurücklegte. Die einen waren der Meinung, dass der Ball bereits im Aus gewesen sei, die anderen sahen ein Stürmerfoul. Letztlich schloss Fuchs zentral aus drei Metern ab, aber Kolb klärte auf der Linie stehend per Oberschenkel. Der Schiedsrichter erkannt auf Tor, fragte nach Protesten der VfR-Spieler seinen Linienrichter, der aber nicht den Mut hatte, seine Anzeige vor der Kopfballverlängerung zu vertreten.
Von Beginn an: Nach vorsichtigem Abtasten hatte Wagner nach einem Steilpass eine Abschlussmöglichkeit, sein Schuss ging aber über das Tor. Kurz nach seiner Einwechslung kam Jahrsdörfer frei zum Schuss, als Kirsch zu spät klären wollte und setzte die Kugel aus zwölf Metern halbrechts vor dem Tor in das lange Eck.
Vermutlich waren die Gäste noch mental beim Jubeln, als Wagner vom Anstoß weg lange halb links frei gespielt wurde. Im zweiten Versuch umspielte er den Kasendorfer Torwart und traf ins kurze Eck zum Ausgleich.
In der 27. Minute hatte Schuberth Pech, als sein 20-Meter-Schuss per Aufsetzer um einen Meter am Gästetor vorbeistrich. Aber ebenso ging Pistors abgefälschter Zwölf-Meter-Schuss am langen Pfosten vorbei.
Die letzte Aktion vor der Pause hatte Mittelfeldstratege Michel, dessen 35-Meter-Freistoß-Kracher Gästetorwart Cukaric gerade noch über die Latte lenken konnte.