Basketball-Bundesligist Medi Bayreuth hat seine Erfolgsserie im Frankenderby bei s.Oliver Würzburg mit einem 90:75 (40:40)-Erfolg ausgebaut und Revanche für die Hinspiel-Niederlage im Dezember genommen. Mit nunmehr neun Saisonsiegen haben die Bayreuther ein komfortables Zehn-Punkte-Polster auf die Abstiegszone und sogar noch eine kleine Chance auf die Play-off-Plätze, zu denen vier Pluspunkte fehlen. Am Sonntag peilt das Team gegen Aufsteiger Chemnitz Niners den vierten Sieg in Folge an.

Bundesliga, Männer

s.Oliver Baskets Würzburg -

Medi Bayreuth 75:90 (18:19; 22:21; 12:24; 23:26)

Nur bis zur Pause konnte s.Oliver Würzburg das Frankenderby ausgeglichen gestalten. Das lag jedoch weniger an den ersatzgeschwächten Gastgebern, die neben ihrem US-Spielmacher Rob Lowery (Ellbogenverletzung) auch noch auf Lokalmatador Felix Hoffmann verzichten mussten, als vielmehr an den Wagnerstädtern. Diese ließen vor dem Seitenwechsel an beiden Enden des Parketts zuweilen die letzte Konsequenz vermissen, so dass es beim Stand von 40:40 in die Kabine ging.

Medi-Trainer Raoul Korner hatte in der Pause ganz offensichtlich an der "Intensitätsschraube" gedreht. Denn seine Mannen starteten mit wesentlich mehr Energie in die zweite Halbzeit und übernahmen die Spielkontrolle. Während den Unterfranken gegen die nun gallige Bayreuther Defensive mehrmals der Ball verloren ging oder die Zeit weglief, schraubte Lazeric Jones mit fünf Zählern in Folge den Vorsprung erstmals in den zweistelligen Bereich (46:57, 26.). Vor dem Schlussabschnitt betrug der Bayreuther Vorsprung bereits beruhigende 15 Punkte (49:64, 30.).

Die Unterfranken versuchten viel und konnten noch einmal auf acht Zähler heranrücken (63:71, 33.), Medi Bayreuth hatte aber die passenden Antworten parat und konnte sich wiederum absetzen.

Olisevicius ragt erneut heraus

Einmal mehr ragte bei Bayreuth Osvaldas Olisevicius heraus. Der Ex-Würzburger (Saison 2017/18) eröffnete an seiner ehemaligen Wirkungsstätte die Korbjagd und war am Ende wieder einmal bester Korbschütze mit 19 Zählern, guter Quote und bestem Effizienzwert (+21). Der Litauer löste damit Frank Bartley (12) an der Spitze der teaminternen Korbschützenliste ab, erzielte zum 17. Mal in den zurückliegenden 18 Spielen eine zweistellige Korbausbeute (19) und zeigte zudem seine Qualitäten als Vorbereiter (4 Assists) und Rebounder (5).

Doreth wieder fit

Bastian Doreth kam nach seinem Verletzungsausfall in der Partie gegen Crailsheim und lediglich zwei Trainingseinheiten diesmal von der Bank - allerdings schon in der 5. Minute, weil die Medi-Korbjäger bis dahin nicht genügend Energie auf das Parkett gebracht hatten. Von seiner Verletzung war dem Kapitän nichts anzumerken. Doreth sagte: "Ich habe mich gut gefühlt, großes Lob an unsere medizinische Abteilung!" Mit neun Punkten, vier Rebounds und vier Assists zeigte er wieder einmal ein überzeugendes Spiel und war dementsprechend zufrieden: "Wir haben heute gut auf den Ball aufgepasst und kühlen Kopf bewahrt!"

Korner zufrieden

"Es war der erwartet harte Kampf. Zu Beginn haben wir viele Freiwürfe bekommen, die wir nicht getroffen haben. Dann hat Würzburg in der Defensive angezogen und uns in Schwierigkeiten gebracht. Das haben wir ab dem dritten Viertel besser gemacht und vor allem in der Verteidigung einen Zahn zugelegt. Dadurch haben wir Stopps kreiert und das Ding am Ende recht souverän nach Hause gespielt", fasste Raoul Korner nach Spielende zufrieden zusammen.