Das Coronavirus hat das öffentliche Leben in Deutschland lahmgelegt. In der Krise finden keine Sportveranstaltungen mehr statt. Die Profiligen der Fußballer, Handballer oder Basketballer hoffen, die Saison ohne Publikum zu Ende spielen zu können.

Ein Kompromiss, der für ein großes Sportereignis in Kulmbach nicht in Frage kommt: das Spartan-Race am 20. und 21. Juni. Das Spektakel soll heuer erstmals stattfinden.

4000 Sportler angemeldet

4000 Sportler sind bereits angemeldet und wollen an dem Hindernisrennen teilnehmen: Sie springen durchs Feuer, schleppen Ketten und Baumstämme, robben durch den Schlamm und laufen über glühende Kohlen. Dazu werden Tausende von Zuschauern erwartet.

Die Stadt Kulmbach hat einen Fünf-Jahres-Vertrag mit dem Ausrichter unterschrieben und lässt sich das Ereignis pro Jahr 100 000 Euro Lizenzgebühren kosten.

Veranstalter ist die Stuttgarter Agentur XChange Sport & Event, die nach eigenen Angaben pro Jahr weltweit 200 Veranstaltungen in 40 Ländern mit einer Million Teilnehmern organisiert - darunter in Deutschland auch noch München und Berlin.

Kann die Kulmbacher Veranstaltung wie geplant im Juni stattfinden? Darüber sprachen wir mit Spartan-Race-Sprecherin Julia Conrad von Eventmanagement Plan B aus München.

Denken Sie über eine Absage der Veranstaltung im Juni in Kulmbach nach? Julia Conrad: Wir beobachten die aktuelle Situation und neuen Entwicklungen genau und folgen selbstverständlich allen Anordnungen und Empfehlungen durch offizielle Stellen. Über alles andere können und wollen wir nicht spekulieren, also auch nicht darüber, ab wann wieder Sportveranstaltungen stattfinden können und wie wahrscheinlich die geplante Austragung ist. Welchen Vorlauf hat so eine Großveranstaltung? Die Planungen laufen bereits seit einem guten Jahr gemeinsam mit allen Akteuren und Partnern. Wir arbeiten weiter mit Zuversicht an unseren Veranstaltungen. Unsere Planungen beinhalten nach wie vor die Umsetzung der Kulmbacher Veranstaltung zum geplanten Termin im Juni, der - sollte es möglich sein - auch in vollem Umfang durchgeführt werden wird. Wie groß schätzen Sie die Chance ein, dass der Wettbewerb stattfindet? Sollte eine Umsetzung nicht möglich sein, werden wir uns rechtzeitig vor der Veranstaltung dazu äußern. Alle Optionen werden selbstverständlich in enger Abstimmung mit der Stadt Kulmbach geprüft. Bisher wurden die Anordnungen und Empfehlungen durch die offiziellen Stellen immer mit entsprechendem Vorlauf mitgeteilt. Also gehen wir davon aus, dass das auch in Zukunft so sein wird und wir und damit alle Beteiligten rechtzeitig Bescheid wissen werden. Denken Sie im Fall der Absage über eine Verlegung nach? Wir streben auf jeden Fall eine Umsetzung in diesem Jahr an, auch wenn eine Verschiebung notwendig werden sollte. Wer trägt den Verlust, die Kosten einer Absage? Bei allen Beteiligten sind bereits Kosten entstanden, natürlich vorrangig beim Veranstalter, aber auch bei den Partnern, da wir bereits über einem Jahr gemeinsam mit vereinten Kräften an dem Projekt arbeiten.