Einen Hoffnungsschimmer gibt es jedoch: Der Kommandant der Gumpersdorfer Wehr, Dominik Haderdauer, wäre bereit zur Kandidatur. "Wenn wir einen Kommandanten für unsere Wehr finden, würde ich für den Ortssprecher kandidieren."

Der 68-jährige Siegfried Heidenreich begleitete über vier Wahlperioden und insgesamt 24 Jahre die Belange der Gumpersdorfer Bürger im Gemeinderat.

In seinem Rückblick ging Heidenreich auf das Erreichte in 24 Jahren kurz ein. Angefangen habe alles mit dem Antrag für zwei Ortslampen. Der Kauf eines Feuerwehrautos 1994, das Jahrhundertwasser drei Jahre später und das 100-jährige Bestehen der Feuerwehr im Jahr 2005 waren Höhepunkte.

Im Jahr 2008 wurde die 650 Jahr-Feier des Ortes begangen, ehe 2013 der Abschluss der Dorferneuerung und ein Jahr später ein gemeinsames Fest von Gartenbauverein und Feuerwehr gefeiert wurde.


Herausforderung Dorferneuerung

Als die größte Herausforderung bezeichnete Heidenreich die Umsetzung der Dorferneuerung von Ende 2010 bis 2013. "Die gute Zusammenarbeit mit Altbürgermeister Heinz Burges, allen beteiligten Firmen, Behörden sowie den Bürgern hat sich gelohnt. Wir haben einen schönen Ort bekommen, um den uns im Landkreis viele beneiden. Unbedingt sollten wir uns für die Dorfauszeichnung des Landkreises anmelden", so Heidenreich, der sich nochmals für die finanzielle Unterstützung bei allen bedankte.

Ein Sonderlob gab der Ortssprecher an Heinz Burges weiter: "Wir sind 24 Jahre gemeinsam durch dick und dünn gegangen und Freunde geworden. Es war ein Traum", schloss er sichtlich bewegt.

Heinz Burges ging auf die Anfänge des Ortssprecherpostens ein. Durch einen einstimmigen Beschluss des Gemeinderates wurde ein Bindeglied zwischen Gumpersdorf und Untersteinach geschaffen. Von 1978 bis 1990 bekleidete Fritz Limmer das Amt. "Er hat große Spuren hinterlassen", würdigte der Altbürgermeister.

Blindes Vertrauen

Auch dessen Nachfolger Heidenreich habe eine Handschrift im Ort hinterlassen, was auch mit dem Eintrag ins goldene Buch der Gemeinde gewürdigt wurde. An seine Gattin Edeltraud überreichte Burges ein Geschenk. Bürgermeister Volker Schmiechen hatte einen Blumenstrauß mitgebracht. "Er war 24 Jahre das Sprachrohr des Ortes zur Gemeinde und kennt die Probleme des Ortes. Es war immer eine vertrauensvolle Zusammenarbeit, man konnte sich blind auf ihn verlassen", lobte Schmiechen.

Auch Altlandrat Herbert Hofmann fand nur lobende Worte: "Wir haben aufgeschlossene junge Menschen im Ort, die Anerkennung verdienen, und gute Vorraussetzungen. Durch das Zusammenhelfen aller Bürger wurde viel erreicht."

Unter der Wahlleitung von Bürgermeister Schmiechen fand sich trotz mehrer Vorschläge niemand bereit, die Nachfolge von Heidenreich zu übernehmen. "Wenn wir keinen Ortssprecher haben, dann verkommen wir", appellierte Heidenreich. Schließlich erklärte er sich bereit, das Amt kommisarisch weiter zu bekleiden.

Neuer Anlauf im Januar

Einverstanden erklärten sich die Gumpersdorfer mit dem Vorschlag von Schmiechen, sich im Januar nächstes Jahres noch mal zu treffen, um dann einen Nachfolger für Heidenreich zu wählen.