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Sex 3.0: Einfach, aber teuer


Autor: Hans-Peter Müller

Kulmbach, Donnerstag, 24. Mai 2018

Sind Sex-Roboter die Zukunft des Liebeslebens? In einem Beitrag des TV-Senders Arte wurde das thematisiert.
Eine Pornodarstellerin (rechts) beim Küssen mit einem Sexroboter. Für die Zukunftsstudie "Homo Digitalis" und eine Web-Serie haben unter anderem der Bayerische Rundfunk und Arte eine Umfrage zum Thema Sex mit Robotern gestartet.BR/ARTE/dpa


Es hat sich ausgeheiratet", titelte Kollegin Katrin Geyer im Burggeflüster vom Dienstag, in dem sie begründete, warum die Hochzeit von Prinz Harry und Meghan Markle wohl das letzte royale Großereignis dieser Art gewesen sein wird. Von dem ich - ob Sie es glauben oder nicht - keine Minute (fern)gesehen habe.

Warum? Weil's mir, pardon, links am Allerwertesten vorbeiging. Interessanter fand ich da schon einen Beitrag des TV-Senders Arte in der Nacht zuvor, in dem unter dem Titel "Liebe und Sex 3.0" ein Bild der Zukunft entworfen wurde, in der es möglicherweise gar keine Hochzeiten mehr gibt.

Der Bund fürs Leben, der nach einer aktuellen Statistik im Durchschnitt eh nur noch knapp drei Jahre hält, also bald die große Ausnahme?

Vielleicht, denn die Alternative heißt Sex-Roboter. Die ersten Puppen mit künstlicher Intelligenz sollen bereits in diesem Jahr auf den Markt kommen. Die Firma Abyss Creations hat einen Prototyp namens "Harmony" entwickelt, der sich "durchaus gefühlsecht" anfasst, wie Tester Christoff im Film urteilte.

Die (nicht widersprechende) Plastikdame wird sich konfigurieren lassen wie ein Auto: Haut- und Haarfarbe, Outfit, Körbchengröße - ganz nach Gusto des "Lovers".

Eine Kollegin träumte bereits vom männlichen Pendant der Puppe, die zwar einen Sixpack haben, aber möglichst die Klappe halten sollte. Ich muss sie enttäuschen: Bettgefährten für Frauen sind von der Firma bisher nicht geplant.

Ach ja: Für die Herren der Schöpfung wird der Liebesspaß ziemlich teuer - ab 9000 Euro. Und die Aufpreisliste ist ellenlang...