Neuenmarkt: Bürgermeister Siegfried Decker freiwillig auf letztem Platz

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Die Liste der Neuenmarkter Gemeinschaft ist bunt gemischt. Ziel ist es, die fünf Sitze, die die NG errungen hat, zu halten beziehungsweise auszubauen. Bürgermeister-Kandidat ist Horst Schirmer (Mitte). Foto: Sonny Adam
Die Liste der Neuenmarkter Gemeinschaft ist bunt gemischt. Ziel ist es, die fünf Sitze, die die NG errungen hat, zu halten beziehungsweise auszubauen. Bürgermeister-Kandidat ist Horst Schirmer (Mitte). Foto: Sonny Adam

Die Neuenmarkter Gemeinschaft hat ihre Kandidaten für die Kommunalwahl nominiert

Die Neuenmarkter Gemeinschaft hat aktuell fünf Sitze im Gemeinderat. Die Gruppierung stellt außerdem den Bürgermeister. Für die kommende Wahlperiode soll die Zahl der Sitze gehalten oder ausgebaut werden.

"Es ist wichtig, dass wir unsere Gemeinde weiterentwickeln können. Unser Bürgermeister hat gute Voraussetzungen geschaffen. Denn Neuenmarkt ist ja fast schuldenfrei", lobte der Vorsitzende der NG, Roland Richter, Amtsinhaber Siegfried Decker.

Die Neuenmarkter Gemeinschaft hat sich erst 2014 nach heftigen Querelen innerhalb der Gemeinde gegründet. Damals kehrte Bürgermeister Siegfried Decker der SPD den Rücken und trat für die Neuenmarkter Gemeinschaft an. Mit Erfolg - er wurde zum fünften Mal wiedergewählt.

Bei der Kommunalwahl 2020 allerdings möchte Siegfried Decker nicht mehr in erster Reihe mit von der Partie sein. Auf eigenen Wunsch ließ er sich auf den letzten Platz der Kandidatenliste setzen. "Ich habe lange überlegt, aber ich würde gerne als ehrenamtlicher Gemeinderat die zukünftige Politik begleiten.", sagte der Bürgermeister.

Und weiter: "Am Ende einer 30-jährigen Dienstzeit sage ich Danke, dass das höchste und schönste Amt in Neuenmarkt ausüben konnte. Ich habe die Würde und die Bürde des Amtes erlebt", zog Decker Bilanz.

"Wir waren im Gemeinderat nicht immer einer Meinung. Aber das ist auch nicht notwendig. Demokratie lebt vom Ringen um die bestmögliche Lösung", sagte Decker.

Großprojekte werden die Sanierung des Bahnhofes und die Investition von 4,5 Millionen Euro in das Gebäude sein. Der Bahnhof soll eine historische Gaststätte bekommen, Wohnungen sollen eingerichtet werden. Außerdem steht Decker für den Beitritt zum Verkehrsverbund Großraum Nürnberg und für einen behindertengerechten Ausbau des Neuenmarkter Bahnhofes mit drei Fahrstühlen.

Die Neuenmarkter Gemeinschaft betonte bei der Nominierung im Sportheim, dass der Kommunalwahlkampf sachlich geführt werden solle.

Bei der Nominierungsversammlung stellten sich auch alle anderen Listenkandidaten vor. Bislang sind Sonja Promeuschel (Fraktionssprecherin), Martin Clemens, Peter Pfeffer, Nino Richter und Uli Stelter im Gemeinderat vertreten.

Zur Wahl stehen: Horst Schirmer (57, Bürgermeister-Kandidat), Bankkaufmann; Sonja Promeuschel (59), Krankengymnastin; Martin Clemens (52), Arzt; Peter Pfeffer (41), IT-Fachmann, Edgar Müller (60), technischer Angestellter; Roland Richter (58), Autoverkäufer; Ingeborg Peter (60), Lehrerin; Siegfried Köber (62), Diplom-Kaufmann; Christian Gumbert (51), Bauingenieur; Franz Rossmeisl (36), Einkäufer; Michaela Will-Lippner (37), Köchin; Susanna Straubinger (58), Heilerziehungspfleger, Diakonin; Nino Richter (27), Business Manager bei Media Markt; Jürgen Peter (69), Lehrer; Uli Stelter (76), Oberstudienrat; Siegfried Decker (69). Nachrücker: Friedrich Clemens (82); Alfred Haßlinger (73).