Druckartikel: Mein Sack, dein Sack - wehe, wenn er platzt!

Mein Sack, dein Sack - wehe, wenn er platzt!


Autor: Katharina Feulner

Kulmbach, Mittwoch, 14. Januar 2015

Es ist mittlerweile ein altes Lied. Trotzdem regen sich in schöner Regelmäßigkeit die Leute darüber auf. Kein Wunder, hat doch niemand Lust, sein Eigenheim zur Kleinstdeponie zu machen oder permanent darauf zu achten, dass der Müll sich auch ja nicht über die Straße verteilt.
Gelbe Säcke am Straßenrand. Foto: Archiv


Die Rede ist natürlich von den aktuellen "Gelben Säcken". Zu dünn, zu leicht einreißend. Vor allem, dass man sie nicht einmal an der perforierten Linie abtrennen kann, ohne gleich die ganze Rolle zu ruinieren, regt durchaus auf. Natürlich haben sich die Sack-Nutzer einiges an Strategien einfallen lassen, damit der Müll auch bleibt, wo er hingehört.

Will ja niemand vom Nachbarn (dem meist nicht entgeht, was man so wegwirft) als Umweltsünder identifiziert werden. Der Klassiker: in mehr oder weniger aufwendigen Bastelaktionen werden mehrere leere Säcke über den Vollen fabriziert und dieser somit eingetütet - auf das bisschen Plastikmüll mehr kommt es schließlich auch nicht mehr an. Not macht eben erfinderisch.

Dabei stellt sich die Frage: Muss das überhaupt sein? Warum kann man nicht auf die altbewährten Säcke zurückgreifen? Würde doch alle freuen: es wäre etwas besser für die Umwelt, und vor allem für den Blutdruck des Verbrauchers.