Mega-Sommer beschert Thurnauer Freibad super Zahlen

1 Min
Nicht nur am Kindertag war das Freibad Thurnau gut gefüllt sondern während der gesamten Saison. 18 588 zahlende Gäste lockte der heiße Sommer ins kühle Nasse - das ist die dritthöchste Besucherzahl seit Bestehen des Bades. Sonny Adam
Nicht nur am Kindertag war das Freibad Thurnau gut gefüllt sondern während der gesamten Saison. 18 588 zahlende Gäste lockte der heiße Sommer ins kühle Nasse - das ist die dritthöchste Besucherzahl seit Bestehen des Bades. Sonny Adam

Die Saison im Thurnauer Freibad ist zu Ende. Der Markt kann sich über die dritthöchste Besucherzahl seit Bestehen des Bades freuen.

Genau 18 588 zahlende Gäste fanden in diesem Jahr den Weg ins Freibad Thurnau. Das sind Zahlen, die so gut wie schon lange nicht mehr sind, freute sich Bürgermeister Martin Bernreuther in der Sitzung des Marktgemeinderats am Montagabend. "Gutes Wetter - gute Zahlen", brachte der Bürgermeister die Bilanz auf einen Nenner. Trotzdem arbeitet das Freibad Thurnau bei weitem nicht kostendeckend. 650 Euro kostet die Freizeiteinrichtung den Markt - und das täglich.

Mit den Gästen beim Anschwimmen und beim Kindertag kommen die Thurnauer sogar fast bis an die 20 000er-Grenze heran. Nur in den 1980ern konnten noch mehr Besucher verbucht werden. Absolutes Spitzenjahr war 1983. Damals waren 24 000 Besucher gezählt worden. "Allerdings wurden die Besucher früher nur geschätzt, nicht gezählt wie heute", relativiert Ingomar Hoffmann den Unterschied.

"Man kann froh sein, dass das Schwimmbad so eine gute Entwicklung nimmt", kommentierte Veit Pöhlmann (FDP) die Zahlen. Vielleicht könne die glückliche Entwicklung weitergehen, hofft Bürgermeister Martin Bernreuther.

Bernreuther hat das Freibad Thurnau für eine Generalsanierung beim Bundesprogramm zur Sanierung kommunaler Einrichtungen in den Bereichen Sport, Jugend, Kultur angemeldet, informierte er die Räte. "Wir hatten nur zehn Tage Zeit, um den Antrag zu stellen. Die Entscheidung des Gremiums reichen wir nach", so der Bürgermeister. Die Räte hatten gegen die Antragsstellung natürlich nichts einzuwenden.

In Aussicht gestellt werden bei dem Förderprogramm Förderquoten von bis zu 90 Prozent. Die Finanzkraft der Kommune ist ausschlaggebend. "Wir haben das geplante Sanierungsvolumen schätzen lassen. Es liegt. Bei 702 000 Euro. Diese 702 000 Euro haben wir auch beantragt", so der Thurnauer Bürgermeister. Mit den Fördermitteln könnte das Becken modernisiert werden, neue Folien eingebracht werden, neue Duschen installiert werden.

"Unser Freibad in Thurnau ist weit und breit das einzige Freibad. Wenn wir zum Zuge kämen, wäre es schön, wenn die Sanierungen bis 2022 umgesetzt werden würden", sagte Erwin Schneider, Fraktionssprecher der FW-ÜWG.

"Wir haben schon ständig überlegt, wie man unser Freibad sanieren könnte. Der Zuschuss wäre die Gelegenheit, etwas Größeres anzupacken", erklärte der Fraktionssprecher der CSU, Hans-Friedrich Hacker.

"Bei uns herrscht die unumstrittene Meinung, dass das Freibad nicht zur Disposition stehen darf", betonte Veit Pöhlmann (FDP). "Die Kinder lernen hier schließlich das Schwimmen"; merkte Klaus Förster (FW-ÜWG) an.

Einhellig hießen die Thurnauer Marktgemeinderäte das Vorgehen des Bürgermeisters, den Förderantrag gestellt zu haben, für gut. Jetzt hoffen in Thurnau alle, dass tatsächlich Fördergelder fließen.