Kulmbacher CSU-Stadtratsfraktion ist verwundert über die Diskussion um die alte Mälzerei Müller
Autor: Redaktion
Kulmbach, Dienstag, 23. Juli 2019
Die Kulmbacher CSU-Stadtratsfraktion äußert sich zu der Diskussion über die Planungen im Bereich der ehemaligen Mälzerei Müller.
Für die CSU-Stadtratsfraktion schreibt deren Vorsitzender Michael Pfitzner im Wortlaut:
"Mit großer Verwunderung verfolgt die CSU-Fraktion die öffentlichen Darstellungen, in einem Teil der heimischen Presse. Zur Erinnerung: der Bauvoranfrage des Bauwerbers für den Baukomplex am Standort Mälzerei Müller wurde in der Stadtratssitzung vom 20. Juni 2018 einstimmig zugestimmt.
Wenn man so will, waren die damaligen Planungen für das Bauprojekt noch kritischer zu sehen, als man das heute machen könnte. Alternativen oder gar Anträge, in den Finanzierungsmöglichkeiten mit Hilfe von EU-, Landes- und Bundes-Fördermittel aufgezeigt wurden, wurden nicht eingebracht.
Einmütig zugestimmt
In der Stadtratssitzung vom 18. Juli 2019 gaben alle wesentlichen Fraktionen eine Stellungnahme ab, in der sie ihre Bedenken äußerten, am Schluss jedoch dem Projekt zustimmten. Lediglich ein Mitglied des Stadtrats stimmte ohne Erklärung dagegen. Jetzt gibt es in einem Teil der örtlichen Presse heftige, teilweise sehr kritische Diskussionen über den Beschluss des Kulmbacher Stadtrates. In der anderen Tageszeitung herrscht jedoch eine andere Stimmung vor.
Natürlich begrüßt die CSU-Fraktion die politische Diskussion - und Argumente von Bürgern sind ernst zu nehmen, oft allerdings gegeneinander abzuwägen. Am Schluss muss eine Entscheidung getroffen werden, die sachlichen, rechtlichen und oft pragmatischen Ansprüchen genügt. Und so bleiben wir dabei: Eine Sanierung des Mälzereigebäudes wäre sicher wünschenswert gewesen. Unter anderem haben allerdings auch Kulmbacher Architekten vielfach versucht dieser Ruine, zumindest planerisch, wieder Leben einzuhauchen. Sie alle haben feststellen müssen, dass dies wirtschaftlich nicht möglich ist. Seit über 35 Jahren wird das Gebäude nicht mehr genutzt und verfällt zunehmend. Nach Auskunft des Denkmalschutzamtes ist das Gebäude weder denkmalgeschützt noch unterliegt es dem Ensembleschutz.
Die Stadt Kulmbach hat in der Vergangenheit sehr viele Baudenkmäler mit großem Aufwand erhalten oder Privatpersonen überzeugen können zu investieren. Ich erinnere an das Badhaus, das Rathaus, den weißen und roten Turm, das gesamte Fritz-Gelände, die vielen Gebäude am Marktplatz und, und, und.