Druckartikel: Kreatives aus dem Lasercutter

Kreatives aus dem Lasercutter


Autor: Ursula Prawitz

Kulmbach, Donnerstag, 04. Juli 2019

Die Schülerfirma MiLaCu hatte zur Hauptversammlung geladen und will im nächsten Schuljahr weitermachen.
Die Anteilseigner zeigten sich beeindruckt von dem vielfältigen Produktangebot der Schüler. Alicia Küfner und Elias Hammon sind mit den Ergebnissen sehr zufrieden.  Foto: Uschi Prawitz


Die Schülerfirma MiLaCu (Mission Laser Cut) hatte am Donnerstagnachmittag zur zweiten Hauptversammlung ins grüne Klassenzimmer der Kulmbacher Realschule eingeladen. Zum Halbjahr war Colin Kleinheinz (8. Klasse) zum neuen Vorsitzenden gewählt worden, und gemeinsam mit Alicia Küfner (7. Klasse) präsentierte er das Jahresergebnis.

"Nach Abzug von Löhnen und Materialkosten konnten wir einen Gewinn in Höhe von 2176 Euro erwirtschaften", erklärte er den Anteilseignern. Eine Gewinnausschüttung werde es aber nicht geben. Einen Teil des Geldes wird die Schülerfirma für einen Schulausflug und ein Abschlussessen verwenden, ein Teil wird für eine gemeinnützige Organisation gespendet. "Wir bilden aber auch Rücklagen für Material, das wir im nächsten Jahr benötigen", erklärte Alicia Küfner.

Denn die Schülerfirma MiLaCu wird im kommenden Jahr weitergeführt. "Zwar sind diese Juniorfirmen immer nur auf ein Jahr Laufzeit ausgelegt", erklärte die betreuende Lehrerin Ursula Steinlein, "wir werden jedoch umgründen und unter dem gleichen Namen weiter machen." Ab dem neuen Schuljahr jedoch wird MiLaCu dann kein sogenanntes "Junior Advanced" Unternehmen mehr sein, sondern ein "Junior Basic" Unternehmen. "Wir sind dann eine GbR und haben einen Kooperationsvertrag mit der Schule", sagte Ursula Steinlein. Die Betriebshaftpflicht und Unfallversicherung sei über das Basic-Paket abgesichert.

Aus Holz und Acryl

Die Schülerfirma MiLaCu produziert allerlei Kreatives aus Holz und Acryl mit dem schuleigenen Lasercutter. Jeden Donnerstag treffen sich bis zu 20 Schülerinnen und Schüler und engagieren sich in den Bereichen Fertigung, Marketing und Buchhaltung. "Zum neuen Jahr werden einige Plätze frei, etwa weil einige Schüler gerade ihren Abschluss machen, das heißt wir müssen wieder aufstocken", sagte Ursula Steinlein.

Dafür müssen Interessierte ab der 7. Klasse eine richtige Bewerbung schreiben. "Die Schüler rotieren dann in der Firma, übernehmen immer wieder andere Aufgaben." Das sei gut, denn so kämen beispielsweise auch Schüler aus dem sozialen Zweig in die Position, die Buchhaltung machen zu müssen. Dies ist bei Alicia Küfner der Fall. "Ich wollte es mal ausprobieren und es macht mir viel Spaß, auch mit dem Buchungsprogramm komme ich gut klar", sagte die Schülerin.

Mit ihrem Mitschüler Elias Hammon (7. Klasse) stand sie am Donnerstag hinter dem Präsentationsstand und erklärte die vielen, außergewöhnlichen Produkte. "Wir sind sehr zufrieden dieses Jahr und haben viele gute Aufträge bekommen", sagte Elias.

Damit die Schülerinnen und Schüler die Bedürfnisse ihrer Kunden noch besser erfüllen können, ist die Einrichtung eines Online-Shops geplant. "Weiterhin haben wir vor, 3D-Modelle zu fertigen", ergänzte Colin Kleinheinz. Jetzt allerdings geht die Schülerfirma MiLaCu erst einmal in die verdiente Sommerpause, bestehende Aufträge werden noch abgearbeitet. "Für unsere Kunden sind wir ab Herbst wieder mit vollem Einsatz da", sagte Elias.

Zu den begehrten Produkten von MiLaCu gehören Schlüsselanhänger, Brotzeitbretter, saisonale Dekoartikel oder Glückwunschkarten mit Holzfurnier. Im vergangenen Jahr fertigten die Schüler Medaillen etwa für den Steinachtallauf , den Walter-Richter-Gedächtnislauf oder für das Sommersportfest des ATS.

Weiterhin lieferten sie Werbegeschenke an Firmen oder fertigen sogar eine personalisierte Wanduhr mit der Lasertechnik an. Weitere Informationen über die Schülerfirma finden Interessierte auf der Homepage milacu.jimdofree.com.