Bis zu jenem Tag gab es eigentlich nichts, worum ich kinderlose Paare beneidet habe, aber nun, nach einer piratenstarken Geburtstagssause, die wir dank der Missgunst des Wettergottes auch noch ins Haus verlagern mussten, hat sich meine Meinung schlagartig geändert.

Es ist dieser eine Tag im Jahr, an dem der Nachwuchs bereits in der Morgendämmerung ungeduldig den Nachmittag herbeisehnt und die ernährungswissenschaftliche Bilanz nur einen Wert aufzeigt: Zucker.

Und als Kindergeburtstagsneuling wird man auch schnell feststellen, dass klassische Spiele, wie man sie von früher kennt, völlig out sind. Die Kinder wollen Entertainment und Action. Bei "Reise nach Jerusalem" hocken die auf gepackten Koffern und freuen sich auf einen Ausflug, statt auf ein Wettrennen um den Stuhlkreis.

Heutzutage muss man da als Eltern tief in die Kreativkiste greifen und sich etwas einfallen lassen, um den Sprösslingen etwas bieten zu können. Und auch wenn wir es bei unserem Auftakt nicht übertrieben haben: Am Ende des Tages kann man das Haus beinahe kernsanieren und einen Antrag für eine mehrwöchige Erholungskur stellen.

Aber das Kind strahlt vor Glück. Und ist das nicht allen Aufwand wert?