Horst Renner: Glücksfall für das Diakonische Werk Kulmbach

2 Min
Herzlicher Abschied von Horst Renner, der 37 Jahre lang den "Club mit Herz" geleitet hat. Foto: Werner Reißaus
Herzlicher Abschied von Horst Renner, der 37 Jahre lang den "Club mit Herz" geleitet hat.  Foto: Werner Reißaus
Mit herzlichen Worten wurde Horst Renner verabschiedet, der über 37 Jahre den "Club mit Herz" mit sehr viel Herzblut leitete. Von links: stellvertretender Landrat Dieter Schaar, Horst Renner mit Tochter Martina, Dekan Thomas Kretschmar, sein Vorgänger Jürgen Zinck und Diakonie-Geschäftsführer Karl-Heinz Kuch. Foto: Werner Reißaus
Mit herzlichen Worten wurde Horst Renner verabschiedet, der über 37 Jahre den "Club mit Herz" mit sehr viel Herzblut leitete. Von links: stellvertretender Landrat Dieter Schaar, Horst Renner mit Tochter Martina, Dekan Thomas Kretschmar, sein Vorgänger Jürgen Zinck und Diakonie-Geschäftsführer Karl-Heinz Kuch. Foto: Werner Reißaus
 
Der Abschied fiel Horst Renner nicht leicht; von links: Jürgen Zinck, Horst Renner und Karl-Heinz Kuch. Foto: Werner Reißaus
Der Abschied fiel Horst Renner nicht leicht; von links: Jürgen Zinck, Horst Renner und Karl-Heinz Kuch. Foto: Werner Reißaus
 

Der "Club mit Herz" ist sein großartiges Lebenswerk. Nach 37 Jahren gab er sein Amt ab.

Horst Renner war für das Diakonische Werk Kulmbach ein ausgesprochener Glücksfall. 37 Jahre lang leitete er ehrenamtlich den "Club mit Herz" - jetzt wurde er verabschiedet. Er kann aus Altersgründen seine jahrelange segensreiche Arbeit nicht mehr leisten. Das Diakonische Werk bedankte sich für ein hervorragendes Lebenswerk. Bei der Feier im Martin-Luther-Haus schwang sehr viel Wehmut mit - auch, weil ein Nachfolger für Horst Renner derzeit nicht in Sicht ist.


Eigene Tochter behindert

Die Behinderung seiner Tochter Martina habe ihn und seine bereits verstorbene Frau Margot dazu bewogen, bei der Offenen Behindertenarbeit in Oberfranken mitzumachen, sagte Renner. "Es ging darum, sich mit betroffenen Eltern über den Umgang mit den Behinderten auszutauschen", sagte er. Als die Diakonie geplant habe, die Behindertenarbeit in zwei Gruppen aufzuteilen, in Schwerstbehinderte und Leichtbehinderte, sei er dagegen gewesen und habe sich durchgesetzt. Renner: "Ich habe die Erfahrung gemacht, dass es miteinander besser geht. Die Arbeit wäre dann noch schwieriger gewesen."

Er habe, so Renner, unter anderem eine Vielzahl von Busreisen organisiert. Oft sei man fünf bis sieben Tage unterwegs gewesen. "Insgesamt waren es 36 große Fahrten und dazu noch pro Jahr sechs Halbtages- und Tagesfahrten", sagte er. In den Winterhalbjahren seien monatliche Veranstaltungen angeboten worden. "Wir haben Vorträge und Jahresfeiern organisiert, Advent, Fasching und Ostern wurden gefeiert. Später kamen regelmäßige Friedhofsbegegnungen mit Gedenken an die verstorbenen Clubmitglieder hinzu", sagte Renner.


Bewundernswerte Arbeit

Der frühere Dekan Jürgen Zinck sprach von einem bewundernswerten ehrenamtlichen Engagement, das Horst Renner über nahezu vier Jahrzehnte für den "Club mit Herz" an den Tag gelegt habe. Er sei immer mit sehr viel Liebe und Gründlichkeit zu Werke gegangen.

Zinck: "Danke für eine unwahrscheinlich schöne, mit Liebe und Engagement und wunderbaren Erlebnissen erfüllte Zeit. Danke für 37 Jahre ehrenamtliche Arbeit. Danke für ungezählte tausende von Stunden, die Sie eingebracht haben."
Der frühere Dekan machte auch deutlich, um was es beim "Club mit Herz" geht: "Nämlich um Liebe füreinander, Respekt voreinander und um geteiltes Leben. Herr Renner, Sie haben so viel für den Club getan, natürlich immer unterstützt vom Vorstand und den vielen fleißigen Helfern und von den Musikkapellen, die hier gespielt haben. Und das Beisammen-sein stellten Sie immer unter den Segen Gottes."

Der neue Dekan Thomas Kretschmar sprach für den gesamten Dekanatsbezirk: "Ich merke, dass hier so viel tolle Arbeit geleistet wird." Die Jahreslosung aus dem Gründungsjahr 1979 passt nach Kretschmars Worten besonders gut zum "Club mit Herz": "Gott schuf den Menschen nach seinem Bilde!"


Empfang beim Ministerpräsidenten

Der Dekan überreichte Renner eine Einladung zum Empfang von Ministerpräsident Horst Seehofer für Ehrenamtliche im Bereich der Kirche.

Für die Clubmitglieder sprach Marianne Ufer Worte des Dankes. "Du bist für die Stadt Kulmbach wirklich ein Aushängeschild. Du hast den Club geführt wie ein Vater seine Familie, der auch immer bereit war, mit jedem zu reden", sagte Stadtrat Horst Zahr. Stellvertretender Landrat Dieter Schaar betonte, dass Horst Renner ein Vorbild für viele andere sein kann: "Es gibt sie noch, die Langstreckenläufer des Ehrenamtes."