Ein Bierseminar in Kulmbach - ist das nicht ein wenig wie Eulen nach Athen tragen? - Dass dies keineswegs so ist, bewies die Reaktion der Abonnentinnen und Abonnenten, die die Bayerische Rundschau am Samstag - gemeinsam mit der Kulmbacher Brauerei - ins Bayerische Brauereimuseum eingeladen hatte.

"Biersensorik" heißt das Stichwort, unter dem Braumeister Robert Boser und Museums-Mitarbeiter Martin Ständner die Teilnehmer in die Geheimnisse des Riechens und Schmeckens, aber auch des optischen Prüfens von fünf verschiedenen Biersorten unterwiesen.

Wie gerade das Kulmbacher Bier gebraut wird, welche Rohstoffe verwendet werden und woher sie kommen - alles das erklärte der oberste Braumeister der Brauerei, Hermann Noth haft.
Gewürzt mit mancher Anekdote brachte er den Gästen in einer knappen Stunde alles Wissenswerte über die Brauerei und deren Produkte bei.


Geschichte eng mit Bier verknüpft


Dass Kulmbachs Geschichte sehr eng mit der des Gerstensaftes verknüpft ist, bewies Martin Ständner den Teilnehmern, der auf eine Reihe von Meilensteinen in der Ortshistorie zurückblickte und darstellte, wie aus einstmals zwei Dutzend kleinen Brauereien zunächst sechs große und schließlich das eine Unternehmen geworden ist, das in wenigen Tagen seine jährliche Bilanz ziehen und kurz darauf den Wirtschaftspreis der Stadt Kulmbach erhalten wird.

Ein Rundgang im ersten Stock des Museums, bei dem eine Vielzahl an historischen Gerätschaften zu bestaunen waren, rundeten den Tag ab.

In regelmäßigen Abständen hatte Robert Boser den Teilnehmern Einblicke in den Brauprozess in seiner Museumsbrauerei vermittelt - ein gemeinsames Mittagessen im Mönchshof-Brauhaus rundeten den Tag ab. Dort gab es - wenig verwunderlich - Biersuppe und Bierfleisch für die Gäste.

Gemeinsam mit den Seminaristen zog der Redaktionsleiter der Bayerischen Rundschau, Alexander Müller, ein positives Fazit des Tages und bedankte sich beim Museum und der Kulmbacher Brauerei.