Filzartikel und Schmuck gegen die Not
Autor: Redaktion
Kulmbach, Freitag, 30. November 2018
Die Kulmbacher Nepalhilfe verkauft an diesem Wochenende in der Dr.-Stammberger-Halle Waren aus dem Land zur Finanzierung von Hilfsprojekten.
Seit Jahren kommt alle Jahre wieder zum 1. Adventswochenende der Weihnachtsmarkt der Nepalhilfe Kulmbach in der Dr.-Stammberger-Halle. Die Vorbereitungen dafür begannen schon im Sommer, als die Vorsitzende des Vereins, Sonja Promeuschel, viele Produkte dafür aus Nepal mitbrachte. Promeuschel: "Ob Tücher, Filzartikel, Holz-Accessoires oder Schmuck, alles ist liebevoll und geschmackvoll gefertigt. Die Hersteller vor Ort haben sich schon auf meine Bestellungen eingestellt. Dieses Jahr gibt es ganz besonders süße Filzartikel wie Geldbörsen, Handtaschen und vieles mehr."
In Kulmbach angekommen, warteten die Artikel noch auf eine große Sortier- und Etikettieraktion. Im Hause von Claudia Bär halfen Freunde und Unterstützer, alles für die kommenden Weihnachtsmärkte auszuzeichnen. Jetzt ist alles fertig - es kann los gehen! An diesem Wochenende wird alles fein dekoriert und von freiwilligen Helfern der Nepalhilfe angeboten.
Der Gewinn aus der Verkaufsaktion geht an die Armen in Nepal, einem der ärmsten Länder der Welt. Rund sieben Millionen Menschen leben in Nepal unterhalb der nationalen Armutsgrenze. Ein Viertel der gesamten Bevölkerung hat keinen Zugang zu adäquater und ausreichender Nahrung.
"Viele Kinder sterben"
"Unterernährung bleibt ein ernsthaftes Hindernis für das Wachstum und die Entwicklung von Kindern", so Promeuschel. "Viele Kinder sterben an noch immer an Durchfallerkrankungen, die durch schmutziges Wasser und schlechte sanitäre Einrichtungen verursacht werden. Hinzu kommt, dass die starken Erdbeben von 2015 und die Überschwemmungen im Jahr 2017 die Menschen weiterhin belasten. Da setzen wir an, und helfen mit diversen Projekten den Menschen vor Ort."
Seit über 16 Jahren setzt sich der Verein Nepalhilfe Kulmbach für bedürftige Menschen in Nepal nepalesischen Heimat ein. Die Vorsitzende: "Durch Hilfe zur Selbsthilfe menschenwürdige Zustände schaffen, darum geht es uns. Dabei konzentrieren wir uns auf eine Region ca. fünf bis sechs Autostunden von der Hauptstadt Kathmandu entfernt."
Für Nahrung und Ausbildung
Dabei will der Verein nach Absprache mit der Deutschen Botschaft in Nepal ganz bestimmte Projekte fördern, so die Beseitigung der Erdbebenschäden des Jahres 2015, die Wasserversorgung, sanitäre Einrichtungen, den Bau und Unterhalt von Schulgebäuden und die Beschaffung von Lehr- und Lernmitteln. Auch die Schulspeisung und die Ausstattung des Siddhi-Memorial-Hospitals in Bhaktapur mit medizinischen Geräten sowie Heil- und Hilfsmitteln zählen dazu.
"Wer am Wochenende zu uns in die Dr.-Stammberger-Halle kommt, erreicht gleich zwei Dinge auf einen Schlag", meint Promeuschel: "Er findet wunderschöne Geschenke bringt durch seinen Obolus ein wenig Freude zu den Menschen, die auf Hilfe angewiesen sind.